Johann Wadephul zur UN-Rede: Versöhnliche Töne trotz Trumps Kritik
Nach den heftigen Anschuldigungen des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber den Vereinten Nationen versuchte Außenminister Johann Wadephul, die Wogen zu glätten. In einem Interview in den ARD-'Tagesthemen' bezeichnete der CDU-Politiker Trumps Rede während der UN-Generaldebatte als 'ausführlich' und betonte die Wichtigkeit, die der Präsident der Vollversammlung beimisst.
Wadephul gab an, insgesamt ein positives Fazit aus der Rede des US-Präsidenten gezogen zu haben. Trump zeige den Willen, gemeinsam mit den Vereinten Nationen Fortschritte zu erzielen, was einen konstruktiven Ansatz darstelle. Auch wenn Differenzen bestehen, seien diese nicht neu und Teil eines fortwährenden Dialogs.
Besonders erfreut zeigte sich Wadephul über Trumps Anerkennung der deutschen Einwanderungs- und Energiepolitik unter Kanzler Friedrich Merz. Eine gute Beziehung zwischen Trump und Merz betrachtet er als Gewinn für Deutschland sowie für Europa und die Ukraine. Merz kommuniziere offen die europäische Perspektive in der Ukrainefrage, was Trump sehr beeindruckt habe.
Es sei entscheidend für Deutschland, innerhalb des transatlantischen Verhältnisses auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden, so Wadephul abschließend. Damit versucht er den transatlantischen Dialog zu stärken, trotz Trumps harter Rhetorik gegenüber Institutionen wie den UN, denen er Untätigkeit und eine Mitverantwortung für unkontrollierte Migration vorwarf.

