Jimmy Kimmel kehrt mit pointiertem Appell in die Late-Night zurück
Mit seiner Rückkehr auf die Bildschirme nutzte US-Moderator und Satiriker Jimmy Kimmel seine Plattform, um sich vehement für die Meinungsfreiheit einzusetzen. Er betonte dabei jedoch, dass nicht seine Show das Wesentliche sei, sondern die grundlegende Erlaubnis, eine solche Show überhaupt austragen zu dürfen. Dabei sparte er nicht mit Kritik an US-Präsident Donald Trump, den er als humorlos hinstellte. Kimmel zeigte sich in der Sendung zudem emotional und nahm Bezug auf die vorübergehende Absetzung von 'Jimmy Kimmel Live!' in der Vorwoche.
Anlass war seine umstrittene Kommentierung zu einem tödlichen Vorfall mit dem rechten Aktivisten Charlie Kirk. Die Walt Disney Company, zu der der Sender ABC gehört, hatte die Show pausiert, um Spannungen in der Öffentlichkeit nicht weiter zu befeuern. Ein erneuter Dialog mit Kimmel führte zu seiner Rückkehr, die er erfreut kommentierte. Auf der anderen Seite feierte Trump die zeitweilige Absetzung der Show und zeigte sich öffentlich unzufrieden mit Kimmels Wiedereinsetzung.
Auf der Plattform Truth Social äußerte der Präsident seine Wut und stellte in Aussicht, ABC genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Kimmel warf Trump daraufhin vor, sich nicht mit Kritik auseinandersetzen zu können und für eigene Interessen sogar Existenzen aufs Spiel zu setzen. Unterstützung erhielt Kimmel von Weggefährten und Fans, darunter auch einige republikanische Senatoren, die ebenfalls die Mediensituation kritisierten.
International kam Sympathie von Moderatoren, u. a. auch aus Deutschland, als Comedian Stefan Raab ihm in einer Show anbot, seine Sendung zu übernehmen. Mit einem Augenzwinkern stellte Kimmel die Frage in den Raum, ob die USA inzwischen autoritärer seien als erwartet, während Deutsche umgekehrt Handlungsfreiheit anböten. Trump, dem der Vorwurf gemacht wird, sich gegen die Veröffentlichung von Akten im Epstein-Fall zu sperren, zeigte in Kimmels Show frühere Statements, in denen er sich für Meinungsfreiheit aussprach.
Dagegen hielt der Moderator neuere Anschuldigungen Trumps, ihm Talent und Quote abzusprechen. Die Ironie bestand darin, dass Trump Kimmels Show versehentlich mehr Aufmerksamkeit verschafft haben könnte. Zusätzlich kritisierte Kimmel lokale Sender, die seine Rückkehr nicht sendeten. Er bezeichnete deren Entscheidungen als 'nicht amerikanisch' und 'illegal', während Medienunternehmen wie Nexstar an einer Aussetzung der Sendung festhielten und alternative Programme ausstrahlten.

