Jens Spahn fordert konstruktiven Neustart der Großen Koalition
Nach einer von internen Streitigkeiten geprägten Sommerpause ruft Unionsfraktionschef Jens Spahn seine Koalitionspartner dazu auf, in den kommenden Wochen überzeugende Ergebnisse zu liefern. Laut Spahn liegt es nun an der Union und der SPD, den Neustart im parlamentarischen September konstruktiv zu gestalten. Dabei sollten gemeinsame Themen, die Deutschland zum Besseren wenden können, im Vordergrund stehen, anstatt fortwährende Debatten aus dem Sommer zu wiederholen.
Spahn verteidigte jedoch die intensiven Diskussionen der Vergangenheit: "Wir machen es uns ja gegenseitig nicht einfach, weil es um was geht." Mit wichtigen Themen wie der Rezession, dem Krieg in der Ukraine und der Migration am Tisch, sei die Debatte notwendig und auch berechtigt.
Ergänzend betonte Spahn die Wichtigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Koalition. Auf den von ihm kürzlich eingeführten Begriff "Teambuilding-Maßnahme" angesprochen, stellte er klar, dass Politik am Ende des Tages stets eine "Peoples Business" sei. In einer Zweckgemeinschaft wie der zwischen SPD und Union, die alles andere als eine Liebesheirat darstelle, sei gegenseitiges Vertrauen unabdingbar für den Erfolg.

