Jenoptik kündigt Rückkehr zum Wachstumspfad bis 2026 an
Der Jenaer Technologiekonzern Jenoptik hat sich nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2025 ehrgeizige Ziele gesetzt. Trotz eines Rückgangs von Umsatz und Gewinn plant das Unternehmen, bis 2026 wieder auf den Wachstumskurs zurückzukehren. Besonders die Halbleiteranlagenindustrie wird als Hoffnungsträger erachtet, nicht zuletzt durch große angekündigte Investitionen in Rechenzentren.
Die an der SDax notierte Jenoptik-Aktie musste im frühen Handel Verluste hinnehmen, konnte diese jedoch schnell abfedern. Insgesamt hat das Papier in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Rally hingelegt, mit einem Kursanstieg von über einem Drittel im laufenden Jahr und rund einem Fünftel im Jahresvergleich.
Analysten wie Malte Schaumann von Warburg Research sind angesichts der schwächeren Auftragseingänge im vierten Quartal nicht gänzlich überrascht. Jenoptik hat in der Vergangenheit stark vom Auftragseingang des Chipherstellers ASML profitiert. Analyst Henrik Paganetty von Jefferies hingegen hebt den positiven Ausblick des Unternehmens hervor, trotz der Veröffentlichung schwächerer Zahlen für das letzte Quartal.
Im gesamten letzten Jahr spürte Jenoptik die Auswirkungen einer verminderten Nachfrage aus der Chip- und Automobilindustrie, doch das Halbleiteranlagengeschäft zeigte Anzeichen der Erholung. Das Unternehmen meldete einen Rückgang der Auftragseingänge um drei Prozent, während der Umsatz vorläufig um sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro sank. Das operative Ergebnis (Ebitda) fiel um etwa 13 Prozent auf 192 Millionen Euro, wobei sich die Marge leicht verschlechterte.
Positiv hervorzuheben sind die Kostensenkungsmaßnahmen, die zur Profitabilität beigetragen und die Nettoverschuldung erheblich reduziert haben. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger sieht Jenoptik gut positioniert, um die Herausforderungen eines komplexen Marktumfelds zu meistern. Detaillierte Informationen zu den Zahlen und der weitere Ausblick sollen am 25. März veröffentlicht werden.
Jenoptik, das weltweit etwa 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, gehört zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland und konzentriert sich auf optische Systeme, Laser und Messtechnik.

