Jenoptik verkündet ehrgeizigen Wachstumsplan für 2026 trotz herausfordernden Jahresergebnissen
Der Technologiekonzern Jenoptik, bekannt für seine Expertise in optischen Systemen, Lasern und Messtechnik, strebt bis 2026 eine Rückkehr zu Wachstum an, nachdem das vergangene Jahr durch einen Rückgang von Umsatz und Gewinn geprägt war. Trotz der konjunkturellen Herausforderungen will das Unternehmen vor allem durch die optimistischen Aussichten in der Halbleiteranlagenindustrie wieder auf Kurs kommen. Hier sieht Jenoptik positive Impulse durch die massiven Investitionen in Rechenzentren.
Die im SDax notierte Aktie erlebte nach der Veröffentlichung vorläufiger Jahreszahlen zunächst einen Einbruch im frühen Handel, erholte sich jedoch schnell und stieg am Nachmittag um 1,5 Prozent. Im Jahr 2023 zeigte die Aktie eine beeindruckende Performance mit einem Anstieg von fast 40 Prozent, während sie über die letzten zwölf Monate um ein Viertel zulegte.
Henrik Paganetty von Jefferies hob hervor, dass Jenoptik trotz schwacher Quartalszahlen einen zuversichtlichen Ausblick präsentierte. Paul Skirta vom Bankhaus Metzler ging noch weiter und prognostizierte eine Erholung bis 2026, was ihn veranlasste, seine Umsatz- und Gewinnprognosen nach oben zu korrigieren und das Kursziel zu erhöhen.
Im vergangenen Jahr war der Konzern insbesondere mit einer geringeren Nachfrage aus der Chip- und Automobilindustrie konfrontiert, erlebte jedoch eine Stabilisierung im Halbleiteranlagengeschäft in der zweiten Jahreshälfte. Die Auftragseingänge fielen um rund drei Prozent, während der Umsatz um etwa sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro sank. Auch der operative Gewinn (Ebitda) verringerte sich um 13 Prozent auf 192 Millionen Euro, wobei die Marge nun bei ungefähr 18,4 Prozent liegt. Diese Noten wurden von einigen Marktbeobachtern als leicht enttäuschend bewertet.
Trotz dieser Rückschläge konnte Jenoptik, laut Vorstandsvorsitzendem Stefan Traeger, dank effektiver Kostensenkungsmaßnahmen und einer deutlichen Reduzierung der Nettoverschuldung seine Profitabilität aufrechterhalten. Ein umfassender Ausblick und detaillierte Zahlen sollen am 25. März vorgestellt werden.

