Japans Finanzminister bestreitet Gespräche über US-Staatsanleihen im Handelsstreit
Der japanische Finanzminister Katsunobu Kato erklärte auf seiner jüngsten Pressekonferenz, dass er in der Vergangenheit keine spezifischen Gespräche über Japans mehr als eine Billion Dollar schwere Bestände an US-Staatsanleihen mit US-Finanzminister Scott Bessent geführt habe. Entgegen Medienberichten, nach denen Premierminister Shigeru Ishiba bei Gesprächen mit Oppositionsführern auf die US-Anleihen Japans während der Verhandlungen über Handelshemmnisse hingewiesen habe, betonte Kato, dass dieses Thema zwischen ihm und Bessent verbleibt.
Kato vermied konkrete Ausführungen zu den Inhalten seiner Unterredungen mit Bessent, stellte jedoch klar, dass keine detaillierten Gespräche über den Umgang mit den US-Anleihen der Hauptstadt geführt wurden. Diese Aussage ist besonders brisant, da Kato erst kürzlich für Aufsehen sorgte, als er äußerte, dass Japan seine US-Staatsanleihen als Verhandlungsmasse in den Gesprächen mit Washington nutzen könnte – eine Ankündigung, die er letztlich entschärfte, indem er versicherte, dass Tokio nicht die Absicht habe, mit einem Verkauf der US-Staatsanleihen zu drohen.
Erneut bekräftigte Kato, dass der primäre Zweck der japanischen Bestände an US-Staatsanleihen, die weltweit die größten sind, darin besteht, ausreichend Liquidität zu sichern, um bei Bedarf Devisentransaktionen durchführen zu können, um die Stabilität der eigenen Währung zu gewährleisten.

