Italien zieht Amerikaner als Immobilieneigentümer an
Laurie DeRiu hat sich von der idyllischen und entspannten Atmosphäre Sardiniens verzaubern lassen, jedes Mal, wenn sie ihren Schwiegervater dort besuchte. Obwohl die Vorstellung, irgendwann nach Sardinien zu ziehen, reizvoll war, blieb die 60-jährige DeRiu zunächst in Connecticut, da ihr Job als regionale Leiterin einer Gesundheitsorganisation viel Reisetätigkeit innerhalb der USA erforderte und ihre Familie in den Staaten lebt.
Als jedoch ihr Mann die Idee äußerte, teilweise nach Italien zu ziehen, fassten die DeRius den Entschluss, ihren Traum zu verwirklichen, indem sie ihre Immobilie in North Carolina verkauften und im Juli 2024 eine Drei-Zimmer-Wohnung in Alghero erwarben. Seitdem boomt das Geschäft: Bereits innerhalb von fünf Tagen war etwa 70% der Verfügbarkeit der Immobilie vermietet. Das Modell „Wohnen in der Nebensaison, Vermietung in der Hochsaison“ ermöglicht es ihnen, den italienischen Traum zumindest teilweise zu leben und gleichzeitig Einkommen zu generieren.
Italienische Immobilienexperten sehen ähnliche Trends. Marco Permunian von Italian Real Estate Lawyers berichtet von einem stetigen Anstieg amerikanischer Käufer, was auf günstigere Immobilienpreise und politische Veränderungen zurückzuführen sei. Beispielhaft dafür steht Melina Manasse, die im Oktober 2024 eine Immobilie in Lecce erwarb und diese erfolgreich vermietet. Auch Kelly Beigle und Boris Krstevski folgen diesem Trend, indem sie in der Nähe von Brescia investieren.
Diese Fälle illustrieren, wie der Erwerb von Immobilien in Italien für viele Amerikaner eine attraktive und lohnende Alternative zu den überteuerten Immobilienmärkten in den USA darstellt. Eigene Strategien zu entwickeln und alternative Wohnmodelle zu betrachten, scheint mehr denn je im Trend zu liegen.

