Israels Überlegungen zu neuen Impulsen in Gaza-Verhandlungen
Israels Außenminister Gideon Saar sieht in der jüngsten Offensive gegen Hamas-Ziele im Gazastreifen eine Möglichkeit, festgefahrene Verhandlungen über eine Verlängerung des Gaza-Abkommens wieder in Gang zu bringen. Saar erklärte, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff zwei Vorschläge unterbreitet habe, die von der Hamas jedoch abgelehnt wurden. Trotz kontinuierlicher Verhandlungen sei seit über zwei Wochen kein Fortschritt erzielt worden. Saar betonte, dass ein Abwarten die Lage nicht verbessert hätte.
Einen ersten Hoffnungsschimmer für eine Einigung in der Geiselkrise habe der Einsatz von Bodentruppen nach dem tragischen Hamas-Massaker im Oktober gebracht, so der israelische Außenminister weiter. In einer jüngsten Vermittlungsinitiative hatten Witkoff und andere US-Repräsentanten in Katar einen Vorschlag unterbreitet, um die Waffenruhe der Kriegsparteien um mehrere Wochen zu verlängern. Dieser sah vor, dass die Hamas im Gegenzug für die Freilassung palästinensischer Gefangener mehrere Geiseln lebend zurückgibt.
Die Hamas hingegen besteht darauf, dass die nächste Phase des Gaza-Abkommens, die den Rückzug der israelischen Truppen und ein Kriegsende vorsieht, unmittelbar umgesetzt wird. Diese Phase hätte bereits im März diesen Jahres beginnen sollen, wurde jedoch noch nicht ausgehandelt. Israel appelliert an die Hamas, Witkoffs neueren Vorschlag anzunehmen.

