Israels Marine stoppt Hilfsflottille: Greta Thunberg an Bord
Israels Marine hat eine private Flottille, bestehend aus über 40 Motor- und Segelbooten, auf ihrem Weg in den Gazastreifen aufgehalten. Die Trägerorganisation teilte mit, dass die 'Global Sumud Flotilla' von israelischen Seestreitkräften gestoppt wurde. Das israelische Außenministerium bestätigte, dass die Passagiere, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, sicher in einen israelischen Hafen gebracht worden seien. Aktivisten hatten zuvor berichtet, dass einige der Schiffe von Soldaten geentert wurden.
Die propalästinensische Flottille, die Ende August in Barcelona gestartet war, hatte sich bis auf 70 bis 80 Seemeilen dem Gazastreifen genähert, um Hilfslieferungen für die Bevölkerung zu bringen und gegen das militärische Vorgehen Israels zu protestieren. Das israelische Außenministerium bezeichnete die Aktion als Provokation und bot an, die Hilfsgüter in alternative Häfen zu bringen und sie von dort aus weiterzutransportieren.
Dieses Angebot wurde von der Flottille abgelehnt, da sie Israels Rolle als Besatzungsmacht im Gazastreifen kritisiert. In Italien führte der Zwischenfall zu Protesten vor dem römischen Hauptbahnhof, bei denen demonstriert wurde, weil die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni als nicht solidarisch mit den Aktivisten wahrgenommen wird. Teile Roms wurden aufgrund dieser Proteste zeitweise gesperrt.

