Israels entschlossener Protest: Geiseln, Solidarität und politische Spannungen
In Israel spitzte sich der gesellschaftliche Widerstand zu, als landesweite Streiks und Proteste die Freilassung der seit zwei Jahren im Gazastreifen gefangenen Geiseln forderten. Die Demonstranten blockierten Hauptverkehrswege, darunter eine zentrale Schnellstraße in Tel Aviv, und hissten israelfarbene Flaggen neben gelben Bannern, die symbolisch für die Geiseln stehen. Der öffentliche Druck zielt auf ein Ende des Gaza-Konflikts und die Freilassung der Gefangenen ab. Zudem appellierten sie an die Regierung, ihre militärischen Pläne zur Eroberung des Gazastreifens aufzugeben. Mehrere Verhaftungen durch die Polizei sowie der Einsatz von Wasserwerfern in Jerusalem illustrieren den Ernst der Lage.
Der Streik, angestoßen von der Organisation der Geiselangehörigen, bewirkte einen partiellen Stillstand öffentlicher Aktivitäten, mit Unterstützung sowohl von Unternehmen als auch Einrichtungen wie den Tel Aviver Theatern. Trotz Verständnis für die Aktion hielt sich der einflussreiche Gewerkschaftsverband Histadrut zurück.
Eine dramatische Note verlieh die Verzweiflung der Angehörigen, wie etwa die Enthüllung der tragischen Umstände von Alon Ohel, einem der deutschen Geiseln, deren Rettung lautstark gefordert wird. Emotionale Appelle verstärkten sich durch die Teilnahme prominenter Persönlichkeiten, wie der Schauspielerin Gal Gadot, die persönlich ihre Unterstützung bekundete.
Politische Akzente setzten sich ebenfalls fort, als führende Politiker wie Finanzminister Bezalel Smotrich und Premierminister Benjamin Netanjahu die Proteste verurteilten. Diese, so die Regierungschefs, könnten die Opposition der Hamas stärken und die Freilassung der Geiseln verzögern. Unter dem Kommando von Generalstabschef Ejal Zamir sind weitere Militäraktionen zur Einnahme Gazas geplant, mit vorbereitenden Evakuierungsmaßnahmen für Zivilisten in vollem Gange.
Die angestrebten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas blieben erfolglos. Staatspräsident Izchak Herzog appellierte an die internationale Gemeinschaft, ihren Einfluss zu nutzen, um die Freilassung der Geiseln zu forcieren.

