Israelische Streitkräfte verstärken Präsenz in Gaza: Strategie und Herausforderungen
Das israelische Militär, so sprach Armee-Sprecher Effie Defrin, hat aktuell rund 40 Prozent der Stadt Gaza unter Kontrolle. In den kommenden Tagen solle der Einsatz weiter ausgeweitet und intensiviert werden. "Unser Ziel bleibt die endgültige Niederlage der Hamas", verkündete Defrin entschlossen. Die Reservisten-Mobilisierung komme ebenfalls voran.
Bereits im August beschloss das israelische Sicherheitskabinett, die Stadt Gaza einzunehmen. Zur Umsetzung dieser Pläne wurden 60.000 Reservisten mobilisiert. Am Dienstag startete die Einberufung, nachdem erste militärische Aktionen bereits in den Vororten Gazas stattgefunden hatten. Ziel der Operation sei die Zerschlagung der Hamas und die Eroberung ihrer verbliebenen Hochburgen.
Internationale Stimmen äußern indes Besorgnis über die Konsequenzen des Einsatzes, insbesondere hinsichtlich der humanitären Lage. Die Einwohner von Gaza könnten gezwungen sein, in andere Teile des ohnehin schon zerstörten Küstenstreifens zu fliehen. Darüber hinaus befürchten Angehörige der von der Hamas festgehaltenen Geiseln, dass der Militäreinsatz die Überlebenschancen dieser Personen ernsthaft gefährde.
Derzeit befinden sich noch 48 Geiseln im Gazastreifen, von denen nach israelischen Angaben 20 am Leben sind. Angehörige drängen auf ein Kriegsende und ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln.

