Israel-Gaza-Konflikt: Gazabewohner fordern Ende der Kämpfe bei Demonstrationen
Am Donnerstag haben Einwohner des Gazastreifens gegen den anhaltenden Krieg zwischen Israel und der islamistischen Organisation Hamas protestiert. Bei einer Kundgebung in der südlich gelegenen Stadt Chan Junis haben sich nach Augenzeugenberichten Dutzende Menschen versammelt, während die israelische Zeitung "Haaretz" von Hunderten Teilnehmern spricht.
Die Demonstranten forderten beide Konfliktparteien auf, die Kampfhandlungen einzustellen, berichtet das Blatt weiter. Sprechchöre richteten sich an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den Hamas-Anführer im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, um zu einem Waffenstillstand aufzurufen.
Videos, veröffentlicht sowohl von einem israelischen Armeesprecher als auch von "Haaretz", zeigen zahlreiche Demonstranten, vor allem Jungen und Männer, bei einem Protestzug. Die Richtigkeit der Angaben lässt sich jedoch vorerst nicht unabhängig nachprüfen.
Bereits einen Tag zuvor hatten Dutzende von Menschen in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Gazastreifens gegen den Krieg demonstriert. Dabei forderten sie auch die Freilassung der in Israel gefangen gehaltenen Geiseln als Bedingung für ein Ende der Gewalt. Ein von der Armee veröffentlichtes Video zeigt die Demonstranten, darunter viele Frauen und Kinder, auf dem Gelände einer Klinik.
Die Proteste der Gazabewohner verdeutlichen den Wunsch nach einem friedlichen Ende des Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Inmitten der angespannten Situation hoffen die Menschen auf eine schnellstmögliche Beendigung der Gewalt und auf eine Rückkehr zu einem normalen Leben. (eulerpool-AFX)

