Iranische Revolutionsgarden demonstrieren Stärke bei Marinemanöver
Die iranischen Revolutionsgarden haben während laufender Verhandlungen mit den USA ein beeindruckendes Marinemanöver durchgeführt, bei dem hoch entwickelte Raketen auf Ziele im Meer abgefeuert wurden. Aufnahmen des staatlichen Fernsehens illustrierten, wie mobile Raketenwerfer von Land ihre Präzision unter Beweis stellten, indem sie Ziele entlang der strategisch bedeutenden Straße von Hormus trafen.
Unter Beteiligung von Schnellbooten, die mit Raketenwerfern ausgestattet sind, fand die Militärübung in Kooperation mit den bekannten Elitetruppen der Revolutionsgarden statt. Nach deren Angaben trafen die Raketen von verschiedenen Positionen – dem Landesinneren, den Küsten und den iranischen Inseln im Persischen Golf – ihre vorgesehenen Ziele in der lebenswichtigen Meerenge. Laut Berichten von Fars, einer iranischen Nachrichtenagentur, blieb die Straße von Hormus für mehrere Stunden aus Sicherheitsgründen für den Schiffsverkehr gesperrt.
Diese Meeresenge ist von entscheidender Bedeutung für den globalen Ölexport und wird deshalb häufig als eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt betrachtet. Bereits in der Vergangenheit nutzte der Iran die Möglichkeit, die Durchfahrt in dieser Region als politischen Hebel im Konflikt mit den Vereinigten Staaten einzusetzen.
Die aktuellen Verhandlungen in Genf, die Irans umstrittenes Atomprogramm adressieren, stehen im Schatten von militärischen Spannungen. Anfang des Jahres reagierte die Trump-Administration auf gewaltsame Protestniederschlagungen im Iran mit erhöhter militärischer Präsenz, einschließlich der Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in die Region. Ajatollah Ali Chamenei, das unangefochtene Oberhaupt Irans, konterte die Einschüchterungsversuche mit erhöhter Gelassenheit. In einer mutigen Ansprache untermauerte er die Verteidigungsbereitschaft der iranischen Streitkräfte vor der drohenden Macht Amerikas.

