Iranische Geheimdienstoperation: Sensible Daten aus Israel angeblich erbeutet
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden Erfolg erzielt, indem er Zugang zu hochsensiblen Informationen aus Israel erhalten hat. Wie in einer Sendung des iranischen Staatsfernsehens verkündet wurde, umfasst dieser „Datenschatz“ erstaunlicherweise Details über israelische Waffenprojekte und die Atomanlage in Dimona, sowie Listen von Wissenschaftlern, die an diesen Programmen mitarbeiten. Der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib hat erklärt, dass das erbeutete Archiv Millionen von Seiten mit verschiedensten wertvollen Informationen über das, von Teheran als „zionistisches Regime“ bezeichnete, Israel enthält. Ihm zufolge gelang es Agenten, selbst Daten über Israels Atomwaffenprogramm zu beschaffen. Bemerkenswert ist zudem Chatibs Behauptung, dass Mitarbeiter der israelischen Nuklearindustrie und des Militärs, sowie normale Bürger, bei der Datenbeschaffung für den Iran geholfen hätten. Diese Kooperation soll teils aus finanziellen Gründen, teils aus Kritik an Premierminister Benjamin Netanjahu erfolgt sein.
Allerdings existieren bislang keine unabhängigen Bestätigungen dieser Informationen. Seit der Islamischen Revolution 1979 wird Israel von der iranischen Führung als Erzfeind betrachtet, was sich immer wieder in der aggressiven Rhetorik gegenüber dem jüdischen Staat widerspiegelt. Trotz dieser Feindseligkeiten wünscht sich ein großer Teil der iranischen Bevölkerung Frieden in der Region. Im Juni kam es zu einem militärischen Konflikt, als Israel aus Sorge über das iranische Atom- und Raketenprogramm zwölftägige Angriffe durchführte.

