Iran setzt Zusammenarbeit mit IAEA vorübergehend aus: Ein diplomatisches Tauziehen?
Der politische Wind im Mittleren Osten hat eine neue Richtung eingeschlagen: Der Iran hat ein Gesetz verabschiedet, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) temporär aussetzt. Diese Entscheidung wurde von Präsident Massud Peseschkian jüngst unterzeichnet, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim vermeldet. Eine informative Brise weht durch die diplomatischen Reihen, da der Iran seine Tore für IAEA-Inspektoren vorerst geschlossen lässt.
Bevor sich diese wieder öffnen, fordert der Iran, dass die Organisation die Angriffe der USA und Israels auf die nuklearen Anlagen verurteilt und das iranische Atomprogramm anerkennt. Diese Bedingungen formulierte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf mit dem ihm eigenen rhetorischen Feingefühl noch vor wenigen Tagen. Doch das Gesetz wirft weiterhin Fragen auf, da viele seiner Details im Verborgenen bleiben.
Interessanterweise befinden sich, laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, noch immer IAEA-Inspektoren im Land. Ein kleiner Haken bleibt: Der Zugang zu den besagten, laut Iran durch den Krieg mit Israel und den USA beschädigten Anlagen, ist ihnen verwehrt. All dies geschieht im Kontext einer fragilen Waffenruhe, die derzeit die Region prägt.

