Iran hebt Internetsperre nach einwöchiger Isolation auf
Nach einer Woche der weitgehenden Isolation hat der Iran laut Regierungsangaben die im Zuge des Konflikts mit Israel verhängte Internetsperre aufgehoben. Kommunikationsminister Sattar Haschemi verkündete, der Zugang zum Internet sei nun wiederhergestellt.
Diese Maßnahme hatte zuvor die große Mehrheit der iranischen Bevölkerung daran gehindert, auf ausländische Webseiten und beliebte Messengerdienste zuzugreifen. Die offizielle Begründung der iranischen Sicherheitsbehörden für die drastische Einschränkung lautete, sie sei notwendig gewesen, um das Land vor möglichen Angriffen aus Israel zu schützen.
Allerdings steht die Glaubwürdigkeit dieser Erklärung bei vielen Menschen im Iran infrage. Der Vorwurf, die Führung des Landes versuche durch die Sperrung Berichterstattungen über die aktuellen Ereignisse im Kriegsgeschehen zu unterdrücken, ist weit verbreitet.
Die kritischen Stimmen aus der Bevölkerung werfen damit ein Schlaglicht auf den vielschichtigen Konflikt zwischen staatlicher Zensur und dem Recht auf freie Information. Während die Internetnutzung nun wieder möglich ist, bleibt die Frage offen, inwieweit diese Kontroverse die politische Atmosphäre im Land beeinflussen wird.

