Ethereum: Erholung ohne Überzeugung – Abwärtsrisiken bleiben bestehen

Ethereum versucht sich nach dem jüngsten Verkaufsdruck zu erholen, doch die bisherige Erholung zeigt nicht die nötige Stärke, um einen dauerhaften Boden zu bestätigen. Da die Dynamik eher korrektiv als impulsiv erscheint und wichtige Widerstandsniveaus weiterhin intakt sind, bleibt das Abwärtsrisiko bestehen, solange die Käufer keine entscheidende strukturelle Veränderung herbeiführen.
Keine impulsive Bewegung, keine bullische Bestätigung
Laut einer aktuellen Analyse von More Crypto Online bleibt das Abwärtsszenario bestehen, es sei denn, der Kurs zeigt einen klaren impulsiven Fünf-Wellen-Anstieg oder durchbricht das Hoch vom Wochenende entscheidend. Der Anstieg vom Tief der letzten Woche wirkt derzeit eher korrektiv als impulsiv.
Die Dynamik ist begrenzt, und die Struktur deutet noch nicht darauf hin, dass sich ein nachhaltiger Boden gebildet hat. Bisher gibt es keine klaren technischen Hinweise auf eine dauerhafte Umkehr.
Dennoch handelt Ethereum in einer technisch bedeutenden Zone. Nach dem jüngsten Liquidationsschub sind die Märkte reaktiver geworden, was es wichtig macht, auf potenzielle Umkehrsignale zu achten, die den kurzfristigen Ausblick verändern könnten.
Derzeit fehlt es jedoch noch an Bestätigung. Bis eine stärkere strukturelle Veränderung sichtbar wird, ist eine genaue Beobachtung der Mikrostruktur auf niedrigerer Zeitebene entscheidend, um festzustellen, ob Ethereum an Stärke gewinnt oder seinen Abwärtstrend fortsetzt.
Ethereum versucht Erholung nach Sonntagsverkauf
Ethereum bemüht sich, sich nach dem starken Verkauf am Sonntag zu stabilisieren und zeigt erste Anzeichen einer Erholung. In seiner jüngsten Analyse bemerkte Lennaert Snyder, dass ETH, ähnlich wie Bitcoin, relativ schwache Wochenendextreme bei $1.929 auf der Unterseite und $2.107 auf der Oberseite aufwies. Diese Niveaus dienen nun als wichtige Liquiditätsreferenzpunkte für die kommende Woche.
Snyders umfassender Plan sieht einen Anstieg zu höheren Preisen vor, jedoch bevorzugt er, dass nahegelegene Liquiditätspools ausgeglichen werden, bevor er qualitativ hochwertige Long-Positionen in Betracht zieht. Da der Trend auf höherer Zeitebene weiterhin nach unten zeigt, bleiben Short-Setups gültig, wenn die richtige Struktur vorliegt.
Für Long-Einstiege möchte er einen Durchbruch der Tiefs bei $1.946 und/oder $1.929 sehen, da beide schwache Drehpunkte darstellen, idealerweise einschließlich eines vollständigen Durchbruchs des Wochenendtiefs. Eine solche Bewegung könnte den benötigten Liquiditätszugriff bieten, um eine hochwahrscheinliche Umkehr zurück zum Wochenendhoch zu ermöglichen. Sollte der Kurs jedoch direkt von den aktuellen Niveaus steigen und diese Tiefs unberührt lassen, würde er stattdessen nach Short-Gelegenheiten suchen, nachdem ein Marktstrukturbruch (MSB) in der Nähe des Hochs bei $2.107 erfolgt.
Zusätzlich befindet sich die H1-Liquidität um $2.015, was potenzielle Scalping-Setups bietet, abhängig davon, ob der Preis darüber Akzeptanz findet oder scharf abgelehnt wird. Long-Positionen würden bei einer klaren Rückeroberung in Betracht gezogen, während ein Scheitern nach einem Durchbruch Shorts begünstigen könnte. Da heute ein Feiertag ist, werden keine Trades platziert, und der skizzierte Plan bleibt bestehen, es sei denn, die Kursbewegung macht ihn ungültig.

