Software-Aktien im Abwärtsstrudel trotz Börsenplus – Übernahmefieber in Hollywood

Die Entwicklung der US-Aktienmärkte zeigte sich trotz des feiertagsbedingten, verlängerten Wochenendes durchwachsen. Während der Dow Jones Industrial ein minimales Plus von 0,07 Prozent erzielte und den Tag bei 49.533,19 Punkten beendete, zeigten sich vor allem Software-Aktien schwach. Der technologiefokussierte Nasdaq 100 fiel auf ein Dreimonatstief, konnte jedoch das Minus im Tagesverlauf auf 0,13 Prozent begrenzen und schloss bei 24.701,60 Punkten. Der S&P 500 drehte den Trend und schloss mit einem leichten Gewinn von 0,10 Prozent auf 6.843,22 Punkten, nachdem er zuvor den tiefsten Stand seit Dezember markiert hatte.
Die Euphorie um Künstliche Intelligenz, die das vergangene Jahr prägte, weicht zunehmend Sorgen um ihre potenziellen negativen Folgen für die Software-Branche. "Künstliche Intelligenz gefährdet den Wettbewerbsvorsprung vieler Unternehmen", kommentierte Ann-Katrin Petersen von Blackrock die Entwicklungen. Diese Neubewertung führte auch am Dienstag dazu, dass bekannte Namen der Software-Branche unter Druck standen: Salesforce fiel um 2,9 Prozent, Microsoft um 1,1 Prozent und Oracle verzeichnete ein Minus von 3,9 Prozent. Auch Intuit, MongoDB, Crowdstrike, Cadence Design Systems und Synopsys gehörten zu den großen Verlierern im Nasdaq 100.
Parallel dazu nimmt der Übernahmewettstreit um Warner Brothers Fahrt auf. Der Traditionskonzern steht in fortgeschrittenen Gesprächen mit Paramount und könnte dem Streaming-Dienst Netflix den Rang ablaufen. Diese Nachricht beflügelte die Aktien von Warner und Paramount, die um 2,7 Prozent und 4,9 Prozent stiegen, während auch Netflix moderat zulegte.
Die Aktien von Norwegian Cruise Line erlebten einen kräftigen Anstieg von über 12 Prozent. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat sich einen bedeutenden Anteil am Kreuzfahrtunternehmen gesichert und plant, aktiv an dessen strategischer Ausrichtung mitzuwirken.
Im Bereich der Medizintechnik gab es ebenfalls spannende Entwicklungen: Die Aktie von Masimo schoss um mehr als ein Drittel nach oben. Dies geschah im Kontext der geplanten Übernahme durch Danaher für 180 Dollar je Aktie, ein Deal im Wert von etwa 10 Milliarden Dollar. Trotz dieser Nachricht verlor Danaher selbst 2,9 Prozent.

