Iran bleibt standhaft im Atomstreit trotz drohender UN-Sanktionen
Der Iran zeigt sich unnachgiebig in seiner Haltung im andauernden Atomstreit, selbst angesichts der möglichen Wiedereinführung von UN-Sanktionen. Obwohl das Land nicht den Konflikt sucht, stellte Vizepräsident Mohammed-Resa Aref klar, dass die iranische Bevölkerung angesichts der Sanktionen nicht klein beigeben werde.
Arefs Aussagen fielen im Rahmen einer wöchentlichen Kabinettssitzung und wurden über die iranische Nachrichtenagentur Isna verbreitet. Gleichzeitig gibt es seitens Irans rechtliche Zweifel, ob die E3-Staaten — Deutschland, Frankreich und Großbritannien — den sogenannten Snapback-Mechanismus im UN-Sicherheitsrat tatsächlich aktivieren können.
Für den Fall zusätzlicher Sanktionen plant der Iran, sich mit Gegenmaßnahmen zur Wehr zu setzen. Aref ließ allerdings offen, welche konkreten Schritte hierbei in Betracht gezogen werden könnten. Die europäischen Staaten rechtfertigen ihren Vorstoß mit den zahlreichen Verletzungen seitens Irans hinsichtlich des Wiener Atomabkommens von 2015. Dieses Abkommen sollte den Iran davon abhalten, eine Atombombe zu entwickeln. Die Reaktivierung der Sanktionen steht innerhalb der nächsten 30 Tage bevor, was zumindest ein kurzzeitiges Fenster für neue Verhandlungen offenlässt.

