TopTechNews

Internetanschluss ist nicht gleich Internetanschluss

01. Juli 2025, 19:59 Uhr · Quelle: toptechnews.de
Die Auswahl des Internetanschlusses zu Hause ist entscheidend, da es zwischen DSL, Kabel, Glasfaser und Mobilfunk signifikante Unterschiede in Geschwindigkeit und Verfügbarkeit gibt. Glasfaser gilt als die schnellste Option, während Mobilfunk eine praktische Lösung in Gebieten ohne festen Anschluss darstellen kann.

Wie schnell muss der Internetanschluss zu Hause sein? Diese Frage wird häufig gestellt – noch wichtiger wäre jedoch eine andere: Welcher Internetanschluss wird genutzt und welcher ist der richtige? Wir fassen die wichtigsten Unterschiede zwischen DSL, Kabel, Glasfaser und Mobilfunk zusammen.

(V)DSL

DSL (Digital Subscriber Line) ist unter den verschiedenen Internetanschlüssen ein derartiger Klassiker, dass die drei Buchstaben fast schon synonym für einen Online-Zugang stehen. Die Entwicklung dieser Technik startete Anfang der 1990er Jahre. Heutzutage sind durch technische Fortschritte wie VDSL (Very High-Speed Digital Subscriber Line) theoretisch Datenübertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s möglich. Typische DSL-Verträge für Privatkunden werden meist mit bis zu 250 Mbit/s beworben.

Die größte Stärke der DSL-Technik liegt in ihrer Verfügbarkeit: Ein Internetanschluss via DSL ist heutzutage in fast allen Wohnlagen verfügbar und liefert mit rund 250 Mbit/s genug Bandbreite für alle typischen Anwendungsfälle – inklusive Online-Gaming und hochaufgelöstem Video-Streaming. Allerdings sind bei dieser Technik auch keine signifikanten Zuwächse bei den Übertragungsraten mehr zu erwarten.

Kabel

Ein Kabelanschluss – diese Bezeichnung kann zunächst verwirren, denn abgesehen von Mobilfunk setzen alle Internetanschlüsse auf Kabelverbindungen. Die Bezeichnung Kabel meint explizit die Verwendung von Fernsehkabeln zur Datenübertragung. Diese basiert auf dem DOCSIS-Standard und ermöglicht theoretisch Übertragungsraten im Gigabit-Bereich.

Ähnlich wie DSL-Anschlüsse profitieren Kabelanschlüsse von leichter Verfügbarkeit: Ist Kabelfernsehen vorhanden, kann die Leitung meist auch als Internetanschluss genutzt werden. Dafür kann die Geschwindigkeit stark schwanken. Da sich sämtliche angeschlossenen Haushalte die verfügbare Bandbreite sowohl für das Internet als auch für das Fernsehen teilen, ist die Übertragungsrate selten stabil, und gerade zu beliebten TV-Zeiten sind spürbare Geschwindigkeitsverluste möglich.

Glasfaser

Deutlich leistungsfähiger sind moderne Glasfaser-Anschlüsse. Ihr Vorteil: Während für DSL-Verbindungen klassische Kupferkabel genutzt werden, kommen hier die namensgebenden Glasfaserkabel zum Einsatz. Das macht die Anbindung weniger störungsanfällig und vor allem schneller: Möglich sind Datenübertragungsraten bis in den zweistelligen Gbit/s-Bereich.

Allerdings: Wie schnell die Glasfaser-Anbindung wirklich ist, variiert im Einzelfall. Bei Glasfasernetzen wird nämlich zwischen drei grundsätzlichen Ausbaustufen unterschieden:

  • FTTC (Fibre to the Curb / „Glasfaser bis zum Bordstein“): Die Glasfaserleitung endet im Verteilerkasten „am Bordstein“. Der restliche Signalweg ins Haus oder in die Wohnung erfolgt hingegen über klassische Telefonkabel, was die Verbindung deutlich ausbremst.
  • FTTB (Fiber to the Building / „Glasfaser bis ins Gebäude“): Die Glasfaserleitung endet im Haus. Die tatsächlich erreichten Übertragungsraten sind somit davon abhängig, welche Verkabelung für die letzten Meter des Übertragungswegs zum Einsatz kommt – beispielsweise ob es sich um Telefon- oder um Netzwerkkabel handelt.
  • FTTH (Fibre to the Home / „Glasfaser bis in die Wohnung“): Die Glasfaserleitung reicht bis zur privaten Anschlussdose im Keller des Eigenheims oder in der Wohnung und ermöglicht somit die schnellste Übertragung.

Ein Glasfaser-Anschluss gilt als der Goldstandard für Highspeed-Verbindungen und ist damit die erste Wahl für Haushalte mit hohen Anforderungen an die verfügbare Bandbreite. Seine tatsächliche Geschwindigkeit ist jedoch abhängig vom Ausbau der lokalen Infrastruktur.

Das Glasfaser-ABC von AON bis WDM-PON

Übrigens: Als wären die verschiedenen Ausbaustufen bei Glasfaseranschlüssen nicht schon kompliziert genug, gibt es noch weitere Unterschiede. Die Anbindung per Glasfaser kann nämlich auf unterschiedliche technische Arten erfolgen. Die wichtigsten sind AON (Active Optical Network) und PON (Passive Optical Network). Bei AON bekommt jeder Haushalt beziehungsweise Nutzer eine eigene Glasfaserleitung bis zu einem aktiven Verteilerpunkt. Komponenten wie Switches ermöglichen die individuelle Anbindung und sorgen dafür, dass sich einzelne Teilnehmer die Bandbreite nicht teilen müssen. Gleichzeitig erhöhen sie die Kosten und den Wartungsaufwand. PON hingegen funktioniert mit passiven Komponenten wie Splittern, die das Signal auf mehrere Haushalte verteilen. Diese Lösung ist kostengünstiger, bedeutet aber auch, dass sich mehrere Nutzer eine Leitung und somit auch die verfügbare Bandbreite teilen. Das führt zu ähnlichen Problemen wie bei der Kabelverbindung, wenn besonders viele Nutzer aktiv sind.

Innerhalb der PON-Familie gibt es wiederum verschiedene Standards: GPON ist derzeit am weitesten verbreitet und bietet bis zu 2,5 Gbit/s im Download. Für höhere Anforderungen gibt es XGS-PON (10 Gbit/s symmetrisch) und NG-PON2, das durch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Wellenlängen mehr Kapazität bietet. Noch weiter geht WDM-PON, bei dem das Teilen der Bandbreite entfällt, dafür aber wiederum der technische Aufwand steigt.

Mobilfunk: LTE und 5G

Moderne Mobilfunknetze erreichen mit Standards wie LTE und 5G so hohe Übertragungsraten, dass sie auch als stationäre Internetanschlüsse dienen können. Konkret ermöglichen LTE-Netze Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s. 5G-Netze erreichen sogar Gigabit-Geschwindigkeiten. Mobilfunkverbindungen eignen sich insbesondere dann, wenn andere Arten von Internetanschlüssen zu Hause nicht verfügbar sind oder nur eine geringe Übertragungsgeschwindigkeit bieten. Vor einem Abschluss eines Mobilfunk-Datenvertrages müssen die anfallenden Kosten genau geprüft werden, da Highspeed-Mobilfunk bei starker Nutzung üblicherweise deutlich teurer ist als ein klassischer Internetanschluss.

Kabel gegen Funk: Wie schnell sind Internetanschlüsse wirklich?

Die verschiedenen Arten von Internetzugängen besitzen individuelle Stärken sowie Schwächen und unterschiedliche theoretisch möglich Bandbreiten. Was aber bleibt von denen in der Praxis tatsächlich übrig? Derartige Daten erhebt unter anderem Ookla, die Firma hinter dem populären Speedtest auf https://www.speedtest.net/. Dem „Speedtest Global Index“ von Ookla mit Stand März 2025 zufolge bringen es Mobilfunkverbindungen weltweit im Durchschnitt auf 91,50 Mbps Download- und 13,62 Mbps Upload-Performance. Breitband-Festnetzanschlüsse wiederum kommen weltweit im Durchschnitt auf 99,92 Mbps Download- und eine deutlich höhere 54,66 Mbps Upload-Performance. Wichtig zu beachten ist dabei, dass unter den Breitbandverbindungen verschiedene Arten von Anschlüssen zusammengefasst werden. Dazu gehören beispielsweise sowohl DSL- als auch Glasfaseranschlüsse und sogar Satellitenverbindungen.
Die Angaben sind also mit Vorsicht zu genießen, und die tatsächliche Leistung schwankt ohnehin abhängig von der Qualität des lokalen Ausbaus. Dennoch zeigen die Zahlen, dass grundsätzlich alle Arten von Internetanschlüssen für schnelle Online-Anbindungen geeignet sind. Die Wahl des richtigen Anschlusses hängt deshalb vom Einzelfall ab.

devolo: holt aus jedem Anschluss das Maximum heraus

Doch egal wie gut der private Internetanschluss ist: Am Ende zählt, welche Übertragungsraten den Endgeräten tatsächlich zur Verfügung stehen. Denn die Bandbreite, die zu Hause anliegt, kommt nicht automatisch auch verlustfrei bei Endgeräten wie Computern, Smart-TVs oder Spielekonsolen an. Genauer gesagt: Ein schwaches Heimnetz kann selbst Breitbandanschlüsse derart ausbremsen, dass Videokonferenzen und Online-Streaming zur Diashow werden. Abhilfe schaffen die deutschen Experten von devolo, die seit 2002 Lösungen zur maßgeschneiderten Optimierung von Heimnetzen anbieten. Mit Powerline-Adaptern, WLAN-Repeatern, dem neuen 5G Router und weiteren Produkten kommt die Bandbreite mit devolo sowohl kabellos als auch kabelgebunden in jedes Zimmer.

Gaming / News / Tech&Co / devolo / DLS / Empfang / Internet / Netzwerk / VDSL / WLAN
[toptechnews.de] · 01.07.2025 · 19:59 Uhr
[0 Kommentare]
Eine warm angezogene Frau hält bei Kälte ein Handy
Berlin (dpa/tmn) - Bei Kälte, Eis und Schnee kommen nicht nur Fußgänger mitunter gefährlich ins Rutschen, auch der Akkustand des Smartphones kann bei sehr niedrigen Temperaturen plötzlich und bedrohlich abschmieren. Denn je kälter ein Akku ist, desto weniger Energie speichert er, erklärt der IT-Branchenverband Bitkom. Um den eigenen freien Fall bei Glätte zu verhindern, legt der Mensch etwa den […] (00)
vor 28 Minuten
Stahlproduktion (Archiv)
Berlin - Die Einführung eines Industriestrompreises steht noch vor einer Hürde. Das geht aus einer internen Vorlage aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor, über die das "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) berichtet. Darin heißt es, der Finanzierungsbedarf für den Industriestrompreis "ist bislang nicht gesichert". Die Zeitung beruft sich auch auf den Entwurf für die Förderrichtlinie für den […] (00)
vor 20 Minuten
Yungblud
(BANG) - Yungblud hat sein eigenes Festival ins Leben gerufen, um gegen hohe Ticketpreise zu kämpfen. Der 28-jährige Rocker startete 2024 das Bludfest im Milton Keynes Bowl und verriet nun, dass er die Idee zu seinem eigenen Musik-Event hatte, weil er Schwierigkeiten hatte, Slots bei etablierten Festivals zu buchen, und weil er über die steigenden Ticketpreise empört war. Er sagte gegenüber der […] (01)
vor 2 Stunden
Lionsgate verspricht endlich das John Wick AAA-Spiel, auf das wir alle warten
Es gibt wenige Filmreihen, die so lautstark nach einer Videospielumsetzung schreien wie die Saga um den Baba Yaga. Doch während wir im Kino bereits viermal Zeuge wurden, wie Keanu Reeves als unaufhaltsame Naturgewalt Rache für seinen Hund und sein gestohlenes Leben nahm, blieb der Bildschirm zu Hause bisher seltsam leer. Zumindest was echte Blockbuster-Erfahrungen angeht. Doch das Blatt könnte […] (00)
vor 16 Minuten
Warner Bros. Discovery stellt Olympia-Team vor
Im Free-TV wird Eurosport 1 zum Hauptsender der Gruppe, das Streaming-Home wird HBO Max, genauso wie der Streaming-Dienst discovery+. Wenn in 30 Tagen am 6. Februar 2026 in Mailand die Flamme der Olympischen Spiele entzündet wird, ist auch Warner Bros. Discovery (WBD) erneut am Start. WBD präsentiert die Spiele mit einer Expertenriege, bekannten Moderatoren und bekannten Wintersport-Stimmen von Eurosport. Wer genau die prägenden Gesichter sein […] (00)
vor 1 Stunde
NHL-Stars bei Olympia für Deutschland dabei
München (dpa) - Das bestmögliche deutsche Olympia-Eishockeyteam mit allen NHL-Topstars ist perfekt. Dem ersten olympischen Treffen der Weltstars aus der nordamerikanischen Liga seit 2014 sind allerdings die besten deutschen DEL-Scorer zum Opfer gefallen.  Wenn bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einem Monat Weltklasse-Profis wie Leon Draisaitl, Tim Stützle, Moritz Seider oder Philipp […] (00)
vor 1 Stunde
bitcoin, crypto, finance, coin, money, currency, cryptocurrency, blockchain, investment, closeup, bitcoin, bitcoin, bitcoin, bitcoin, bitcoin, crypto, cryptocurrency
Die Handelsvolumina von Ethereum- und Solana-ETFs haben in den letzten Sitzungen ungewöhnlich hohe Werte erreicht. Dieses Muster deutet auf eine verstärkte Aktivität der Investoren hin, während sich die ETF-Märkte für wichtige Kryptowährungen weiterentwickeln. Wachsende institutionelle Nachfrage Laut einer aktuellen Analyse von Santiment stieg das Handelsvolumen von Ethereum-ETFs Anfang Januar […] (00)
vor 15 Minuten
Briefkastenanlagen zur Mauerdurchwurfmontage | KNOBLOCH
Döbeln, 07.01.2026 (PresseBox) - Eine Briefkastenanlage zur Mauerdurchwurfmontage verbindet funktionale Zuverlässigkeit mit einer zurückhaltenden, architektonisch sauberen Lösung. Der Posteinwurf erfolgt von außen, die Entnahme geschützt von innen, ohne dass Zusteller das Grundstück betreten müssen. Diese Ausführung eignet sich für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte, bei […] (00)
vor 1 Stunde
 
Siemens-CEO Roland Busch  auf der Technikmesse CES
Las Vegas (dpa) - Der Industriekonzern Siemens und der US-Chipriese Nvidia weiten ihre […] (00)
Shokz präsentiert sein neues Flagschiff
Shokz, der Branchenpionier für Open-Ear-Kopfhörer, stellt auf der CES 2026 die OpenFit Pro vor […] (00)
PNY Technologies – GeForce RTX 50 Serie im Slim Design mit starker Performance
PNY Technologies hat heute die Einführung von drei neuen Slim Modellen der  GeForce RTX 50 […] (00)
Grönland und Trump
Washington/Nuuk/Kopenhagen (dpa) - Im Streit um Grönland sendet die US-Regierung […] (03)
«Mensch Meyer!» begleitet Trainerlegende auf Reisen
Der MDR widmet Fußballtrainer Hans Meyer einen 90-minütigen Film, der den selbstironischen Erfolgscoach an […] (01)
Jennifer Aniston
(BANG) - Jennifer Aniston schwebt mit ihrem Freund Jim Curtis auf Wolke sieben. Die […] (00)
Andreas Wellinger
Bischofshofen (dpa) - Die Gegenwart ist trist, die Zukunft noch trister? Nach einer […] (01)
Neue Siri mit KI-Funktionen Ende März erwartet
Apples Sprachassistentin Siri mit KI-Funktionen soll voraussichtlich Ende März 2026 auf den […] (00)
 
 
Suchbegriff