Internationale Energieagentur warnt vor Auswirkungen von Zollstreit auf Ölmarkt
Die weltwirtschaftlichen Spannungen, verursacht durch den andauernden Zollstreit zwischen den USA und verschiedenen Ländern, zeigen laut der Internationalen Energieagentur (IEA) deutliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach Rohöl. In ihrem jüngsten Monatsbericht, veröffentlicht in Paris, hebt die IEA die wachsenden gesamtwirtschaftlichen Risiken hervor, die durch neue US-Zölle und um sich greifende Vergeltungsmaßnahmen entstehen. Diese Entwicklungen tragen zu einem Überangebot auf dem weltweiten Ölmarkt bei, das die Nachfrage überschreitet.
Prognosen der IEA zufolge wird das globale Ölangebot in diesem Jahr die Nachfrage um etwa 600.000 Barrel pro Tag übersteigen. In diesem Zusammenhang zu beachten ist die jüngste Entscheidung der Opec+, einem erweiterten Ölverbund, der sich für eine schrittweise Aufhebung bestehender Förderbegrenzungen entschied. Diese Maßnahme könnte das bereits vorhandene Überangebot zusätzlich vergrößern.
Die Opec+, bestehend aus acht Ölexportstaaten, hatte Einigkeit über freiwillige Produktionskürzungen erzielt und plant nun, diese Drosselung der Tagesproduktion um insgesamt 2,2 Millionen Barrel ab April teilweise zu revidieren. Diese Zurücknahme der Förderkürzungen erfolgt schrittweise, was auf mögliche Unsicherheiten in der Umsetzung hindeutet.
Im Zuge des veröffentlichten Berichts gerieten die Ölpreise unter leichten Verkaufsdruck: Der Preis für Brent-Öl sank zuletzt um 53 Cent auf 70,42 Dollar je Barrel.

