Intelligente Gewichtskontrolle: Pilotprojekt gegen überladene Lastwagen gestartet
In einem innovativen Vorstoß gegen überladene Lastwagen wird eine neue, volldigitale Gewichtskontrollstelle in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Insgesamt sind 16 solcher modernen Einrichtungen bundesweit geplant, mit der ersten Installation am Rastplatz Rur-Scholle-Süd an der Autobahn 4, gelegen zwischen Aachen und Köln. Bereits ab dem kommenden Wochenende beginnt der Einbau vor Ort, während der vollständige Betrieb im Frühjahr 2026 aufgenommen werden soll.
Herzstück dieser Kontrollstationen sind in die Fahrbahn integrierte Messstreifen. Bei Überschreiten des zulässigen Gewichts wird der Fahrer automatisch aufgerufen, den Rastplatz anzufahren. Dort erfolgt eine präzise Gewichtsmessung auf einem speziellen Fahrstreifen mit eingebauter Waage. Unterschreitet der Lkw die zulässigen Ladegrenzen nicht, wird ihm die Weiterfahrt verwehrt und ein Bußgeld ausgesprochen.
Die Investitionen hierzu sind nicht unerheblich – laut dem Bundesamt für Logistik und Mobilität belaufen sich die Kosten für die Einrichtung einer solchen Kontrollstelle auf rund 2,5 Millionen Euro. Autobahn GmbH und das BALM betonen, dass dieses Projekt entscheidend für den Schutz der Infrastruktur ist, da der zunehmende Schwerlastverkehr erheblichen Druck auf Straßen und Brücken ausübt.

