Ingo Gerhartz: Neuer Nato-General setzt auf verstärkte Abschreckung in Europa
In einer Zeit global wachsender Unsicherheiten tritt Ingo Gerhartz an die Spitze des operativen Nato-Hauptquartiers in Brunssum, bereit, die Verteidigungsbereitschaft Europas deutlich zu stärken. Seit seiner Übernahme von General Guglielmo Luigi Miglietta ist klar: Die Herausforderungen sind deutlich gestiegen. "Der heiße Krieg in Europa ist Realität, und die Bedrohungen komplexer als je zuvor", betont der 59-jährige Gerhartz mit Nachdruck.
Als unverzichtbarer Ankerpunkt der transatlantischen Sicherheit spielt die Nato eine zentrale Rolle, so Gerhartz weiter. Das Hauptquartier in Brunssum, eines von drei weltweit, steht dabei im Zentrum der Bemühungen um Stabilität und Frieden. Neben Brunssum übernehmen Einrichtungen in Neapel und Norfolk diese verantwortungsvolle Aufgabe unter amerikanischer Leitung.
Vor seiner neuen Rolle agierte Gerhartz als Inspekteur der Luftwaffe in Deutschland und lenkt nun die Verteidigungsanstrengungen entlang der nahezu 3900 Kilometer langen Grenze von Norwegen bis Ungarn. Dabei kommt ihm nicht nur der Rang eines Viersternegenerals zu, sondern auch die unmittelbare Führung von 800 Soldatinnen und Soldaten aus 30 Nato-Ländern. Im Ernstfall wächst diese Zahl zu einer schlagkräftigen Millioneneinheit heran.
Der Fokus auf Abschreckungs- und Verteidigungsstrategien ist nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine wieder zentraler Auftrag der Nato-Staaten. Deren Beistandsversprechen stehen auf dem Prüfstand, und die Bereitschaft, diese zu wahren, ist in den Vordergrund gerückt.

