ING trotzt Zinsschwäche mit Provisionsstärke
Die niederländische Bankengröße ING hat im zweiten Quartal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie geschickt sie aktuelle Herausforderungen meistert. Wenngleich der Quartalsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro sank, sorgte die Bank dennoch für positive Überraschungsmomente. Analysten hatten mit einem drastischeren Rückgang gerechnet, doch ING konnte höhere Provisionserlöse als Puffer gegen rückläufige Zinseinnahmen einsetzen.
Im Hinblick auf das laufende Jahr verbreitet ING-Chef Steven Van Rijswijk Optimismus. Er ist zuversichtlich, den Provisionsüberschuss weiter steigern und die Kostenstruktur der Bank engmaschig überwachen zu können, um so die Finanzstabilität des Unternehmens zu sichern. Die Strategie der Balance zwischen Erlösquellen scheint sich auszuzahlen und lässt auf einen weiteren soliden Kurs für das verbleibende Geschäftsjahr hoffen.

