Inflationsrisiken in den USA: Gedämpfter Effekt der Zollpolitik
Die Inflationsentwicklung in der US-Wirtschaft bleibt ein zentrales Thema, wie Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve Bank of Atlanta, kürzlich betonte. Trotz der Erwartung, dass die Importzölle unter der ehemaligen Präsidentschaft von Donald Trump die Preise in die Höhe treiben würden, sei die tatsächliche Auswirkung bislang weniger gravierend ausgefallen, so Bostic während eines live aufgezeichneten Podcasts.
Unternehmer berichten von spürbaren Kostendruck, der sich verstärkt auf die Verbraucherpreise auswirken könnte. Bostic warnt, dass im Hinblick auf die Inflation noch weiteres auf uns zukommen könnte.
Die Importzölle, so fügte er hinzu, erzeugten bisher weniger Inflationsdruck als ursprünglich prognostiziert, die Notwendigkeit, ein wachsames Auge auf die Inflationserwartungen zu haben, bleibe jedoch bestehen. Eine genaue Beobachtung der Konsumentenstimmung und der Unternehmenspläne sei in dieser Situation von essenzieller Bedeutung.
Direkte Aussagen zur Geldpolitik vermied Bostic, angesichts der jüngsten Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 4% bis 4,25%. Diese Maßnahme wurde im Hinblick auf die stagnierenden Arbeitsmärkte und deren mögliche Reaktion auf niedrigere kurzfristige Kreditzinsen getroffen. Bostic unterstrich die Komplexität der aktuellen Arbeitsmarktlage und berichtete, dass Unternehmen aufgrund dieser Unsicherheiten derzeit weder aktiv einstellen noch entlassen.

