Infineon trotzt widrigem Umfeld und hebt Prognose an
Der Halbleiterriese Infineon zeigt sich trotz eines herausfordernden Marktumfelds robust und hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Das Unternehmen aus Neubiberg bei München verzeichnete im dritten Quartal einen Nettogewinn von 305 Millionen Euro, was einem Rückgang von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Als Hauptgrund für den Gewinnrückgang wird der schwache US-Dollar genannt, da die Umsätze des Konzerns größtenteils in dieser Währung erwirtschaftet werden. Dennoch hielten sich die Umsätze im Vorjahresvergleich stabil bei 3,7 Milliarden Euro.
Erfreulicherweise konnte Infineon den Gewinn im Vergleich zum Vorquartal um 73 Millionen Euro steigern, nachdem das Unternehmen zuvor seine Prognose revidieren musste. Die aktuelle Anpassung nach oben erfolgt trotz einer ungünstigeren Dollarperspektive, allerdings mit der Aussicht auf leicht höhere Margen.
Infineon-CEO Jochen Hanebeck bezeichnete die Quartalszahlen als "solide Ergebnisse in einem sehr volatilen Umfeld". Der Rückgang der Lagerbestände in den Zielmärkten zeigt Fortschritte, jedoch betonte Hanebeck, dass sich sowohl Infineon als auch seine Kunden weiterhin in einem wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Terrain bewegen.

