Industrieller Hoffnungsschimmer: Aufschwung in Deutschland deutet sich an

Die deutsche Industrie kann nach einer Phase der Lähmung aufatmen, denn mehrere Indikatoren deuten auf einen möglichen Aufschwung hin. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich der preisbereinigte Auftragsbestand im Dezember um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der jüngste Anstieg führte den Indikator auf ein Niveau, das seit Oktober 2022 nicht mehr erreicht wurde, und im Jahresvergleich gab es sogar einen deutlichen Anstieg um 7,0 Prozent.
Dieser Optimismus wird durch die stärkeren als erwarteten Auftragseingänge in der Industrie untermauert. Ein weiterer interessanter Punkt ist die gestiegene Reichweite des Auftragsbestandes, die im Dezember auf 8,2 Monate kletterte, der höchste Wert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2015. Im Monat zuvor lag diese Kennzahl noch bei 8,0 Monaten. Die Reichweite zeigt an, wie viele Monate die Unternehmen bei gleichbleibendem Umsatz benötigen würden, um alle gegenwärtig offenen Aufträge abzuarbeiten.
Ein starker Rückhalt für diese positive Entwicklung kommt aus dem sonstigen Fahrzeugbau, der unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge umfasst. Hier spielt die gestiegene Rüstungsnachfrage der Regierung eine Rolle. Auch die Produktion von Metallerzeugnissen zeigte eine deutliche Belebung mit einem Anstieg von 5,4 Prozent. Dagegen trübt sich das Bild in der Automobilbranche ein, wo der Auftragsbestand um 2,9 Prozent abnahm. Während die inländischen offenen Bestände um 3,0 Prozent zulegten, blieben die aus dem Ausland unverändert.

