Indonesien hält Verkaufsverbot für iPhone 16 von Apple aufrecht
Die Regierung Indonesiens bleibt standhaft: Das Verkaufsverbot für das iPhone 16 von Apple bleibt bestehen. Grund ist die unzureichende Erfüllung der lokalen Inhaltsanforderungen, trotz des Angebots des US-Tech-Riesen, eine Milliarde Dollar in die lokale Fertigung zu investieren.
Unter der Führung von Präsident Prabowo Subianto wurde der Verkauf des neuesten iPhone-Modells im Oktober gestoppt. Der Grund: Apple und auch Google mit seinen Pixel-Smartphones erfüllten eine Vorschrift nicht, die verlangt, dass 40 Prozent der Inhalte in Handys und Tablets lokal bezogen werden.
Zwar schlug Apple vor, eine Milliarde Dollar in eine Fabrik zur Herstellung seines AirTag-Ortungsgeräts zu investieren, doch dies wurde von Regierungsvertretern nicht als Beitrag zur Einhaltung der lokalen Inhaltsanforderungen für iPhones anerkannt. Industrieminister Agus Gumiwang Kartasasmita erklärte diese Woche, dass bislang keine Basis existiere, um das lokale Inhaltszertifikat für Apple-Produkte zu erteilen. Apples Investitionsvorschlag sei "nicht ausreichend".
Investmentminister Rosan Roeslani sagte am Dienstag, dass Apple sich für die erste Entwicklungsphase einer AirTag-Anlage verpflichtet habe, die bis Anfang 2026 betriebsbereit sei. Eine Stellungnahme von Apple selbst steht noch aus.
Bereits im vergangenen Jahr schlug Apple zunächst eine Investition von nur zehn Millionen Dollar vor, welche später auf hundert Millionen erhöht wurde — für das Industrieministerium jedoch nicht genug angesichts der hohen Verkaufszahlen von Apple in Indonesien. Das Land fordert wiederholt mehr Investitionen von Apple, welches dort zwar über vier Entwicklerakademien verfügt, jedoch noch keine Produktionsstätte gegründet hat.
Mit circa 354 Millionen aktiven Mobiltelefonen bei einer Bevölkerung von etwa 280 Millionen nutzen die indonesischen Behörden die Marktgröße, um ausländische Investitionen zu fördern. Diese Auflagen dienen dem Schutz und der Förderung lokaler Industrien.
Allerdings kritisieren einige Unternehmen diese Vorschriften als protektionistisch und abschreckend für Investitionen. Die American Chamber of Commerce in Indonesien bezeichnet das Erreichen der lokalen Inhaltsanforderungen als "sehr herausfordernd", da lokale Produkte in manchen Sektoren wie Elektronik schlicht nicht verfügbar seien.
Das Verbot für Apple- und Google-Produkte könnte Indonesiens Attraktivität für Investoren schaden, warnen sowohl Geschäftsleute als auch Ökonomen, insbesondere wenn man andere Länder in der Region wie Vietnam oder Malaysia mit investitionsfreundlicheren Rahmenbedingungen betrachtet. In dieser Woche sind Apple-Führungskräfte in Jakarta, um die vorgeschlagenen Investitionen mit der Regierung zu besprechen.

