Importpreise in den USA steigen geringer als prognostiziert
Die US-amerikanischen Importpreise haben im März mit einem überraschend moderaten Anstieg die Analystenerwartungen unterboten. Wie das Arbeitsministerium in Washington bekanntgab, erhöhten sich die Preise im Jahresvergleich um lediglich 0,9 Prozent. Dies stellt die niedrigste Wachstumsrate seit Oktober des Vorjahres dar. Experten aus dem Bankwesen hatten hingegen mit einem Anstieg von 1,4 Prozent gerechnet, während die Rate im Februar, nach einer Korrektur, noch bei 1,6 Prozent lag. Ursprünglich war ein Zuwachs von 2,0 Prozent ermittelt worden.
Auch im Vergleich zum Vormonat zeigten sich die Einfuhrpreise mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent unerwartet schwach. An den Märkten war eine Stabilisierung auf dem Niveau des Vormonats prognostiziert worden. Im Februar konnten die Preise um revidierte 0,2 Prozent (zuvor 0,4 Prozent) anziehen.
Die Entwicklungen bei den Einfuhrpreisen spielen eine bedeutende Rolle für die Verbraucherpreise, die für die US-Notenbank Fed von entscheidender Bedeutung sind, um ihre Geldpolitik zu kalibrieren. Im Einklang mit den aktuellen Tendenzen schwächte sich die Inflationsrate in der stärksten Volkswirtschaft der Welt im März weiter auf 2,4 Prozent ab, nach zuvor 2,8 Prozent. Für die bevorstehende Zinsentscheidung der Fed im Mai wird überwiegend erwartet, dass der Leitzins unverändert bleibt.

