Importpreise im Juni gesunken

31. Juli 2025, 08:09 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Die deutschen Importpreise sanken im Juni 2025 um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Energiepreise spielen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung.

Wiesbaden - Die Importpreise in Deutschland sind im Juni 2025 um 1,4 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, blieben die Einfuhrpreise im Juni 2025 gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Mai hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -1,1 Prozent gelegen, im April bei -0,4 Prozent.

Die Exportpreise lagen im Juni 2025 um 0,7 Prozent höher als im Juni 2024. Im Mai und im April hatte die Vorjahresveränderungsrate jeweils bei +1,0 Prozent gelegen. Gegenüber Mai fielen die Ausfuhrpreise geringfügig um 0,1 Prozent.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Juni 2025 hatte erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -13,6 Prozent gegenüber Juni 2024. Gegenüber Mai stiegen die Energiepreise allerdings im Durchschnitt um 3,4 Prozent.

Günstiger als im Juni 2024 waren elektrischer Strom (-24,7 Prozent), rohes Erdöl (-20,6 Prozent), Steinkohle (-18,1 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-14,4 Prozent). Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat gab es auch bei Erdgas (-4,1 Prozent).

Während elektrischer Strom auch gegenüber dem Vormonat um 4,9 Prozent preiswerter wurde, verteuerten sich im Vergleich zu Mai Erdöl um 5,4 Prozent, Mineralölerzeugnisse um 4,2 Prozent, Erdgas um 2,4 Prozent und Steinkohle um 1,8 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Juni 2025 um 0,1 Prozent höher als im Juni 2024. Gegenüber Mai waren sie dagegen 0,4 Prozent niedriger. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 0,4 Prozent unter dem Stand von Juni 2024 und 0,3 Prozent unter dem Stand von Mai 2025.

Die Importpreise für Vorleistungsgüter lagen 1,2 Prozent unter denen des Vorjahresmonats (-0,3 Prozent gegenüber Mai 2025), für Investitionsgüter waren sie 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat (-0,2 Prozent gegenüber Mai 2025).

Preissteigerungen gab es weiterhin bei Konsumgütern und landwirtschaftlichen Gütern. Die Preise für importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Juni 2025 um 2,1 Prozent höher als im Vorjahr, aber 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Importierte Verbrauchsgüter waren dabei 2,8 Prozent teurer als im Juni 2024 (-0,3 Prozent gegenüber Mai 2025), während sich importierte Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent verbilligten (-0,5 Prozent gegenüber Mai 2025).

Bei den Verbrauchsgütern musste insbesondere für Nahrungsmittel mit +9,9 Prozent deutlich mehr bezahlt werden als im Juni 2024. Gegenüber Mai 2025 fielen hier die Preise aber um 0,3 Prozent. Mehr als im Juni 2024 kosteten vor allem Kaffee (geröstet oder entkoffeiniert; +36,1 Prozent), Rindfleisch (+33,5 Prozent), Süßwaren (ohne Dauerbackwaren; +29,9 Prozent), Orangensaft (+29,0 Prozent), Geflügelfleisch (+28,6 Prozent), Apfelsaft (+26,2 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (+11,6 Prozent). Bei den Süßwaren lag die Teuerung hauptsächlich an den gestiegenen Preisen für Schokolade und andere Süßwaren (+34,2 Prozent).

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen im Juni 2025 um 1,7 Prozent über denen des Vorjahresmonats (-0,9 Prozent gegenüber Mai 2025). Insbesondere Rohkaffee war deutlich teurer als vor einem Jahr (+37,4 Prozent), gegenüber dem Vormonat sanken die Rohkaffeepreise aber um 6,6 Prozent.

Mehr als vor einem Jahr kosteten auch Speisezwiebeln (+61,7 Prozent) sowie Geflügel und Eier (+13,8 Prozent). Auch gegenüber Mai 2025 waren diese Produkte teurer: Speisezwiebeln um 5,2 Prozent, Geflügel und Eier um 0,2 Prozent.

Dagegen waren unter anderem Kartoffeln (-11,3 Prozent) preiswerter als vor einem Jahr (-12,1 Prozent gegenüber Mai 2025), ebenso lebende Schweine (-11,0 Prozent gegenüber Juni 2024 und -1,7 Prozent gegenüber Mai 2025). Auch die Rohkakaopreise waren niedriger als im Juni 2024 (-3,0 Prozent) und fielen auch gegenüber Mai 2025 (-4,1 Prozent).

Bei der Ausfuhr hatten im Juni 2025 die Preissteigerungen bei Konsum- und Investitionsgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung. Exportierte Konsumgüter waren 1,7 Prozent teurer als im Juni 2024 (-0,3 Prozent gegenüber Mai 2025). Die Preise für Verbrauchsgüter lagen hier 1,8 Prozent über denen des Vorjahres, Gebrauchsgüter waren 1,4 Prozent teurer als im Juni 2024. Insbesondere Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) wurde zu 47,5 Prozent höheren Preisen exportiert als im Juni 2024 (-1,3 Prozent gegenüber Mai 2025).

Ausgeführte Investitionsgüter verteuerten sich um 1,1 Prozent gegenüber Juni 2024, gegenüber dem Vormonat veränderte sich das Preisniveau aber nicht. Vorleistungsgüter waren 0,2 Prozent teurer als im Juni 2024, das Preisniveau veränderte sich ebenfalls im Vergleich zu Mai 2025 nicht.

Weniger als im Vorjahresmonat kosteten dagegen Energieexporte (-7,1 Prozent). Hier stiegen die Preise aber gegenüber Mai 2025 um 1,5 Prozent. Während Mineralölerzeugnisse 12,4 Prozent billiger waren als im Vorjahr (+3,7 Prozent gegenüber Mai 2025), lagen die Erdgaspreise 5,3 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Gegenüber Mai 2025 wurde Erdgas 0,6 Prozent teurer exportiert.

Die Exporte landwirtschaftlicher Güter waren im Vorjahresvergleich 2,4 Prozent billiger. Auch gegenüber Mai 2025 fielen die Preise (-1,7 Prozent).

Wirtschaft / Deutschland / Unternehmen
31.07.2025 · 08:09 Uhr
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