IMCD führt Chemiekonzern ins Minus: Ein enttäuschender Jahresabschluss
Die Aktien des niederländischen Chemikalienhändlers IMCD sahen sich am Mittwoch mit einem erheblichen Kursrutsch konfrontiert. Nach enttäuschenden Ergebnissen für das vierte Quartal fiel der Kurs vorübergehend um über 15 Prozent und näherte sich dem jüngsten Tiefstand der letzten sechs Jahre von 71,56 Euro an. Schließlich sank die Aktie noch um 12,7 Prozent und wurde bei 77,60 Euro gehandelt. Auch die Aktien von Brenntag konnten sich der negativen Entwicklung nicht entziehen und verloren am gleichen Tag deutliche 5,4 Prozent, was den Kurs auf 54,38 Euro drückte.
Analysten suchten nach Erklärungen, während sich die Beteiligten auf unbestimmte Zeiten vorbereiten. Barclays-Analyst Anil Shenoy äußerte sich enttäuscht über das Fehlen eines Ausblicks von IMCD für das kommende Jahr sowie die deutliche Verfehlung der Erwartungen im letzten Quartal. Die Kombination aus dem schwächer als erwarteten Abschneiden und der unsicheren Zukunft des Unternehmens belastet weiterhin die Stimmung der Aktionäre.
Goldman-Expertin Suhasini Varanasi fügt hinzu, dass der Umsatzrückgang, verstärkt durch ein schwaches wirtschaftliches Umfeld, den Erwartungen eher zuvorgekommen sei. Dies setzt für das erste Quartal noch höhere Maßstäbe und erfordert wachsamere Beobachtungen.

