Investmentweek

Illegales Streaming-Netzwerk gesprengt: 30.000 Nutzer betroffen

11. März 2025, 17:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Die Polizei hat ein großes Streaming-Netzwerk zerschlagen, das 30.000 Menschen weltweit illegale Pay-TV-Zugänge verschaffte. Drei Verdächtige wurden festgenommen, Server abgeschaltet. Der Schaden für betroffene Anbieter geht in die Millionen – Ermittlungen laufen weiter.

Illegales Streaming ist längst ein globales Phänomen – doch nun haben Ermittler in Deutschland einen bedeutenden Schlag gegen die Szene gelandet. Die Polizei hat drei mutmaßliche Hintermänner eines illegalen Streaming-Netzwerks festgenommen, das über 30.000 Menschen weltweit Zugang zu kostenpflichtigen Sport- und Filmangeboten verschafft haben soll. Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft, der verursachte Schaden für die betroffenen Unternehmen geht in die Millionen.

Ermittlungen seit 2023 – Durchsuchungen in ganz Deutschland

Die Ermittlungen begannen bereits im Juni 2023, als ein großer Pay-TV-Anbieter Anzeige wegen massiven Betrugs erstattete. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die oberfränkische Polizei nahmen daraufhin die Spur auf. Am 18. Februar durchsuchten Einsatzkräfte insgesamt 17 Objekte im gesamten Bundesgebiet. Dabei wurden nicht nur umfangreiche Beweise sichergestellt, sondern auch Server abgeschaltet, über die das illegale Streaming angeboten wurde.

Die Bilanz der Razzien ist beachtlich: Neben über 200 digitalen Endgeräten stellten die Beamten 16.000 Euro Bargeld, 35.000 Euro in Kryptowährungen sowie zahlreiche weitere Beweismittel sicher. Laut Behörden war das Netzwerk professionell organisiert und über Jahre hinweg aktiv.

Wer steckt hinter dem Streaming-Ring?

Im Fokus der Ermittler stehen drei Hauptverdächtige: Ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Wunsiedel in Bayern, ein 59-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen und ein 37-jähriger Verdächtiger aus Baden-Württemberg. Ihnen wird gewerbsmäßiger Computerbetrug vorgeworfen – eine Straftat, die im schlimmsten Fall mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden kann.

Das Modell des Netzwerks war dabei denkbar simpel: Die Verdächtigen sollen die Bezahlstreams eines großen Anbieters abgefangen und über eigene Server an zahlende Kunden weitergeleitet haben – natürlich zu einem Bruchteil des eigentlichen Preises. Damit konnten Nutzer für kleines Geld Pay-TV-Inhalte konsumieren, während die rechtmäßigen Anbieter auf ihren Kosten sitzen blieben.

Millionenverluste für die Branche

Die Schäden für die betroffenen Unternehmen sind enorm. Pay-TV-Anbieter investieren Milliarden in exklusive Inhalte – von Live-Sport bis hin zu Blockbustern. Illegale Streams untergraben dieses Geschäftsmodell und sorgen dafür, dass Abonnements teurer werden, um die Verluste auszugleichen. Der aktuelle Fall zeigt, dass Streaming-Betrug kein Kavaliersdelikt ist, sondern systematisch organisierter Cybercrime.

Illegales Streaming: Ein Risiko für Nutzer

Nicht nur Anbieter erleiden Schäden – auch Nutzer solcher illegalen Dienste begeben sich auf dünnes Eis. Wer kostenpflichtige Inhalte über nicht autorisierte Quellen konsumiert, macht sich unter Umständen selbst strafbar. Zudem sind viele dieser Plattformen mit Malware infiziert, die persönliche Daten ausspioniert oder sensible Informationen abgreift.

Die Behörden kündigten an, dass die Ermittlungen weitergehen. Ob auch Nutzer belangt werden, ist noch unklar – in der Vergangenheit gab es bereits Fälle, in denen Strafzahlungen für Konsumenten verhängt wurden.

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[InvestmentWeek] · 11.03.2025 · 17:00 Uhr
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