IGBCE fordert längeres Arbeitslosengeld für ältere Versicherte
Die aktuelle Debatte um Kürzungen im Sozialsystem erhält frischen Wind aus Hannover. Der Vorsitzende der Chemie-Gewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, schlug auf dem Gewerkschaftskongress vor, das Arbeitslosengeld für ältere Arbeitnehmer zu verlängern. Dieser Vorschlag zielt auf Personen ab, die über einen langen Zeitraum in die Arbeitslosenversicherung einzahlten.
Ein politischer Erdrutsch ereignet sich unterdessen in Japan. Sanae Takaichi, die Ex-Innenministerin mit klar nationalkonservativer Ausrichtung, wurde zur ersten weiblichen Regierungschefin des Landes gewählt. Sie tritt die Nachfolge des liberaleren Shigeru Ishiba an, der nach Wahlniederlagen der LDP zurücktrat. Takaichi verdankt ihren Aufstieg einem neuen Koalitionspartner: der konservativ-neoliberalen Ishin-Partei.
Auf der globalen Bühne kündigten die USA und Australien eine stärkere Kooperation im Bereich der seltenen Erden an. US-Präsident Donald Trump und Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese vereinbarten im Weißen Haus, ihre Zusammenarbeit bei Förderung und Aufbereitung dieser wertvollen Rohstoffe zu intensivieren.
Die Situation für Zeitarbeiter in Deutschland bleibt angespannt. Eine Studie von Creditreform verdeutlicht, dass die Zeitarbeitsbranche unter der aktuellen Wirtschaftsunsicherheit stark leidet.
In einem diplomatischen Schachzug hat Moskau Berichte über ein mögliches Treffen von Außenminister Sergej Lawrow und seinem US-Kollegen, Marco Rubio, zurückgewiesen. Sergej Rjabkow erklärte, es gebe keine konkreten Planungen für ein solches Treffen.
Auch in Deutschland zeigte sich der Sommer nicht von der sonnigen Seite, zumindest für das Gastgewerbe. Im Ferienmonat August sanken die Umsätze bereinigt um Preissteigerungen um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt meldete.
Politische Bewegungen prägen die europäische Haltung zum Ukraine-Krieg. Unterstützer aus Europa stehen hinter US-Präsident Donald Trumps Vorschlag, die aktuellen Kämpfe an der Frontlinie einzufrieren und dies als Basis für Verhandlungen zu nutzen.
Spannungen bleiben in der EU bestehen: Mehr als die Hälfte der Mitgliedstaaten hat 2022 ihre Haushaltsregeln gebrochen, wie Eurostat berichtet. Lediglich sechs Staaten blieben im Rahmen ihrer selbst gesetzten Defizit- und Schuldenvorgaben.

