IG Metall kämpft für Stahl- und Autobau in Brandenburg
Die Gewerkschaft IG Metall hat ihre Entschlossenheit bekräftigt, das Fortbestehen des Stahlwerks von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt zu sichern. Jan Otto, Bezirksleiter der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen, äußerte im Gespräch mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) seine Hoffnung auf eine positive Zukunft für den Standort. Er betonte, dass die überschaubare Anzahl von rund 2.700 Beschäftigten ein Vorteil sei und dass es zahlreiche Ideen für den Erhalt des Werks gebe. Trotz der Entscheidung von ArcelorMittal Europe, die Pläne zur klimaneutralen Umstellung der Stahlwerke in Bremen und Eisenhüttenstadt auf Eis zu legen, zeigt sich Otto optimistisch, dass die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist.
Unterdessen blickt die IG Metall auch hoffnungsvoll auf das Mercedes-Werk in Ludwigsfelde, in dem der beliebte Sprinter-Transporter gefertigt wird. Otto kündigte Gespräche mit dem Vorstand von Mercedes-Benz an, um eine langfristige Perspektive für den Standort zu entwickeln. Mercedes-Benz betont zwar, dass derzeit keine Schließungspläne für Ludwigsfelde bestehen, allerdings sind die Kostensenkungen für die Transporter-Produktion eine Herausforderung. Bisher wurden am Standort bereits Schritte in Richtung Innovation unternommen, darunter die Einrichtung einer Anlauf-Fabrik für die Elektro-Plattform Van Electric Architecture, die Prototypen und neue Produktideen hervorbringen soll.
Ein klarer Kurs für die Zukunft wird deshalb von der Gewerkschaft gefordert, um sowohl den Stahl- als auch den Automobilsektor in Brandenburg zu stärken und den Beschäftigten Sicherheit zu bieten.

