Hypoport trotzt Markttrends: Erholungsgewinne dank Metzler-Optimismus
Im derzeit herausfordernden Börsenumfeld gelingt es den Aktien von Hypoport, sich erfolgreich gegen den allgemeinen Abwärtstrend zu behaupten. Anlass dieser Erholung ist eine Neubewertung des Titels durch das Bankhaus Metzler.
Mit einem soliden Plus von 1,2 Prozent schlossen die Papiere bei 158,20 Euro und widersetzten sich damit dem dominierenden Abwärtssog, nachdem sie noch am Morgen einen Tiefststand bei 152,40 Euro verzeichneten. Trotz dieser positiven Entwicklung zum Wochenbeginn befindet sich der Aktienkurs im bisherigen Jahresverlauf allerdings immer noch in einem Rückgang von knapp 6 Prozent, während der SDax ein erfreuliches Wachstum von elf Prozent aufweisen kann.
Analysen zeigen, dass sich die Trendindikatoren weiterhin abwärts bewegen, doch laut Metzler-Analyst Jochen Schmitt ist der Boden nach den jüngsten Verlusten erreicht. Er bekräftigt seine Einschätzung und stufte die Aktie von 'Sell' auf 'Hold' hoch, obwohl das Kursziel auf 163 Euro gesenkt wurde.
Schmitt sieht in der Bewertung nun eine größere Ausgeglichenheit, wenngleich die Papiere weiterhin als nicht günstig betrachtet werden. Ein zentraler Hoffnungsträger bleibt Europace, die Kreditplattform von Hypoport, die, laut Schmitts Prognosen, in den kommenden Jahren weitere Marktanteile im deutschen Hypothekensegment gewinnen könnte.
Interessanterweise hatte die Aktie im Februar ein Dreimonatshoch erreicht, nachdem das Unternehmen positive Jahresergebnisse für 2024 präsentierte und das Management signifikante Profitabilitätssteigerungen ankündigte. Die anfängliche Euphorie verflog jedoch schnell, woraufhin die Aktienkurse fast ein Drittel ihres Wertes verloren.

