Huxe: Audioinspiration aus dem Hause Google
Der Erfolg von Googles KI-gestütztem Notiz- und Rechercheassistenten NotebookLM hat die Grenzen des Vorstellbaren erweitert. Die Fähigkeit, in Windeseile Zusammenfassungen und Berichte zu erstellen oder Dokumentenberge in „Podcasts“ mit KI-gesteuerten Moderatoren zu verwandeln, hat die Nutzer in ihren Bann gezogen. Angespornt von diesem Triumph, entwickeln nun drei ehemalige Google-Mitarbeiter eine neuartige Audio-App namens Huxe. Dieses innovative Projekt sammelte kürzlich 4,6 Millionen US-Dollar von namenhaften Investoren, darunter Conviction, Genius Ventures, der CEO von Figma, Dylan Field, und Jeff Dean von Google Research.
Huxe erlaubt es, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, indem Podcasts von mehreren KI-Hosts generiert werden. Seit Juni ist die App, die zunächst exklusiv auf Einladung zugänglich war, nun offen für alle auf iOS und Android erhältlich. Raiza Martin, Jason Spielman und Stephen Hughes verließen Google Ende 2024, um ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. Zunächst starteten sie einen Chatbot für B2B-Anwendungen, verlagerten dann jedoch ihren Fokus auf den Verbrauchermarkt.
So entstand im März 2025 ein persönlicher Assistent, der personalisierte Bilder, Videos und Audio generieren kann. Die Entdeckung, dass Nutzer gerne Themen in Audioform konsumierten, gab schließlich den Anstoß zur Entwicklung von Huxe. Diese App bietet tägliche Briefings basierend auf empfangenen E-Mails und dem persönlichen Kalender des Nutzers und ermöglicht es, Themen zu erkunden. Ebenso wie NotebookLM erzeugt Huxe Podcasts mit AI-Moderatoren, die Nutzerfragen beantworten und Themen aus verschiedenen Blickwinkeln erläutern.
Einzigartig an Huxe ist die Möglichkeit, eine „Live-Station“ für jedes gewünschte Thema, sei es Technologieneuigkeiten, Sport oder Promiklatsch, zu erstellen. Nach dem Anhören einer Station liefert die App Aktualisierungen aus unterschiedlichen Quellen, ideal für fortlaufende Berichterstattungen. Zudem gibt es einen personalisierten Interessenfeed, der automatisch ansprechende Audiobeiträge generiert. Raiza Martin erzählt von den frühen Tagen von NotebookLM, in denen eine Gruppe engagierter Nutzer entscheidendes Feedback lieferte – ein Muster, das sich nun bei Huxe abzeichnet.
Die App richtet sich besonders an Personen, die viel Bildschirmzeit verbringen und dennoch den Überblick behalten möchten, ohne ständig auf einen Monitor schauen zu müssen. Obwohl Huxe derzeit vor allem auf den Informationsmarkt abzielt, könnten auch Unterhaltungsanwendungen in Betracht kommen. Das Konzept von Huxe ähnelt dem anderer Unternehmen, die KI einsetzen, um Audioinhalte bereitzustellen, etwa Pocket FM, Kuku FM, ElevenLabs und Oboe. Auch Giganten wie Google und Meta setzen verstärkt auf Audio als Medium.

