Hundefutter kaufen oder selber machen?

Knappe 2 Milliarden Euro geben deutsche Hundebesitzer für Hundefutter aus. Bei einer solchen Summe ist es logisch, dass auf dem Hundefuttermarkt eine rege Konkurrenz zu finden ist. Sich damit auseinander zu setzten, kann einen schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen.
So wird beispielsweise von Marken versprochen, nur das Beste in die Futterrezeptur beigemischt zu haben und beim nächsten Test werden diese allerdings mit „mangelhaft“ bewertet. Die neusten Hundefutter Testberichte und Untersuchungen finden Sie auf tierfreunde.com. Wonach sollen Sie sich also richten und wo fangen Sie am besten an.
Optimale Nährstoffverteilung für Hunde
Um die optimale Nährstoffverteilung speziell für Ihren Hund herauszufinden, gilt es zunächst Ihren Vierbeiner zu „klassifizieren“. Trächtige Hündinnen, Hunde die einen hohen Leistungsbedarf haben, Welpen und auch Junghunde im Wachstum benötigen mehr Kohlenhydrate für ihren Energiebedarf. Doch zu viel ist auch nicht gesund.
Bei erwachsenen und betagten Hunden kann es dadurch zu einer Verfettung kommen. Bei Welpen und Junghunden kommt es dabei eher zu einem erhöhten Wachstum, was sich wiederum negativ auf den gesamten Laufapparat auswirkt. Die richtige Balance zwischen Mineralstoffe, Vitamine, Fettsäuren, Eiweiße und Kohlenhydrate ist hier also gefragt.
Hundefutter Test der Stiftung Warentest
Selbst die Stiftung Warentest räumt ein, dass „vollmundige Versprechen oft Schwächen in der Rezeptur“ aufweisen. Oftmals fehlen wichtige Stoffe wie Kalzium, was für den Erhalt der Knochen wichtig ist. Interessant ist auch zu wissen, dass der Kalziumbedarf eines Hundes 3 mal höher als der eines Menschen ist. Und selbst die Dosierungsangaben liegen hier bei vielen Produkten über oder unter der idealen Fütterungsmenge.
Der Test ergab ebenfalls, dass bei einigen Produkten noch nicht einmal das enthalten war, was auf dem Futtermittel geschrieben stand. Doch Sie brauchen vor Entsetzen nicht Ihre Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen, denn es wurden tatsächlich auch Produkte getestet, die den Anforderungen entsprechen.
Hundefutter selber machen: Das ist BARF
BARF kommt aus dem englischen und heißt ausgesprochen „Bones And Raw Foods“, was übersetzt „Knochen und rohes Futter“ heißt. Es wurde von einem australischen Tierarzt ins Leben gerufen und erfreut sich immer mehr Aufmerksamkeit. BARF richtet sich also danach, das Hundefutter selbst zu machen, um so dem Hunde eine möglichst natürliche und rohe Art der Fütterung zukommen zu lassen.
So gibt es verschiedene Rezepte, die bei den Mahlzeiten Ihres Hundes für Abwechslung sorgen. Es handelt sich um ausgefallene Rezepte die beispielsweise Rinderpansen, Seealgen, Blütenpollen aber auch Hirse, Bananen und Hüttenkäse enthalten können. Zugegeben ist es nicht für jedermann geeignet, da teils rohe Innereien verarbeitet werden, die nicht unbedingt nach Veilchen duften. Hier wird buchstäblich ein harter Magen benötigt. Sollten Sie sich dafür interessieren und Ihrem Hund eine Abwechslung anbieten wollen, dann finden Sie hier einige Rezeptideen.
Fazit: Kaufen oder selber machen
Ob Sie nun Ihr Futter kaufen wollen oder selbst Hand anlegen können nur Sie entscheiden. Der Vorteil an selbst zubereitetem Futter ist derselbe, wie auch bei uns Menschen. Wenn man es selber macht, dann weiß man am ehesten wo es herkommt und was am Ende in der Mahlzeit enthalten ist. Keine Aromen, Geschmacksverstärker oder Lebensmittelfarbe, das tatsächlich auch in einigen Hundefuttersorten zu finden sind.
Ob gekauft oder selber gemacht - Sie sollten dennoch darauf achten, den Energiebedarf Ihres Hundes zu decken, damit er keine Mangelernährung erleidet. Wie Sie den Energiebedarf Ihres Vierbeiners berechnen können finden Sie auch auf dieser Seite. Wenn Sie den Dreh raus haben, werden Sie routiniert und können somit das Beste aus Ihrem Hund heraus holen und lange Freude mit haben.

