Hornbach Holding: Umsatzsteigerung trotz gedämpfter Konsumstimmung
Hornbach Holding überzeugt mit einer positiven Umsatzentwicklung im zweiten Geschäftsquartal, auch wenn die Konsumstimmung in Deutschland weniger enthusiastisch erscheint. Europas Wachstum bleibt ein Lichtblick für den Baumarkt- und Baustoffgiganten, während höhere Personalkosten die Gewinnmarge belasten. Trotz Erreichen des Ergebnisziels für das Gesamtjahr reagierten Anleger enttäuscht, wodurch die Aktie zunächst deutlich nachgab, sich jedoch im Tagesverlauf stabilisierte.
Analysten zeigten sich uneinig über die weiteren Aussichten. Baader-Analyst Volker Bosse kritisierte das Umsatz- und bereinigte operative Ergebnis, das hinter den Erwartungen zurückblieb. Sein Kollege Felix Dennl von Metzler bemerkte hingegen die positive Entwicklung der Marktanteile in Deutschland, warnte jedoch vor möglichen Gewinnmitnahmen angesichts der aktuellen Wirtschaftslage.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Dreimonatszeitraum stiegen die Erlöse um drei Prozent auf nahezu 1,7 Milliarden Euro. Das Baumarktsegment wuchs um 3,4 Prozent, wobei Deutschland nur mit 0,9 Prozent zulegte, während der Umsatz im restlichen Europa um 5,8 Prozent stieg. Demgegenüber verzeichnete das Baustoffgeschäft einen Rückgang der Zahlen.
Steigende Gehälter und Neueinstellungen nach Neueröffnungen drückten das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) vor Zinsen und Steuern um 7,2 Prozent auf 110,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn fiel um 15,3 Prozent auf 68,4 Millionen Euro. Hornbach hält dennoch an seiner Jahresprognose fest und erwartet einen Umsatz zumindest auf Vorjahresniveau mit einem bereinigten operativen Ergebnis in einem Korridor von minus fünf bis plus fünf Prozent.
Die finanzielle Performance, besonders im ersten Quartal, gibt Anlass zur Hoffnung, dass Hornbach die obere Spanne seiner Prognose erreichen kann. Bereits im ersten Halbjahr wurde ein bereinigtes operatives Ergebnis von über 272 Millionen Euro erreicht.

