Hornbach Holding kämpft mit rückläufigem Quartalsergebnis – Aktienkurs unter Druck
Die Hornbach Holding hat mit der Bekanntgabe ihrer Quartalszahlen die Erwartungen der Marktanalysten enttäuscht und somit gleich zu Handelsbeginn einen deutlichen Rückgang des Aktienkurses verursacht. Die Papiere des Unternehmens fielen dabei um bis zu 7,8 Prozent auf ein Dreimonatstief von 95,10 Euro. Trotz einer leichten Erholung blieben die Aktien unter den größten Verlierern im Nebenwerte-Index SDax. Der Blick in die Zukunft verspricht jedoch für das Jahr 2025 ein ermutigendes Kursplus von rund 32 Prozent.
Bemerkenswert ist, dass sich der Umsatz im Baumarktsegment, insbesondere außerhalb Deutschlands, gesteigert hat. Jedoch führten gestiegene Personalkosten zu einem Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Eine weitere Verschlechterung zeigte sich auch beim Nettoergebnis im vergangenen Quartal. Trotz dieser Entwicklungen hat die Hornbach Obergesellschaft ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2025/26 bekräftigt, wobei sie die Geschäftsperspektiven der operativen Gesellschaften Hornbach Baumarkt, Hornbach Immobilien und Hornbach Baustoff Union optimistisch bewertet.
Analysten wie Felix Dennl vom Bankhaus Metzler und Thilo Kleibauer von Warburg Research zeigen sich dennoch besorgt. Dennl hebt hervor, dass die Umsatzentwicklung im Rahmen der Erwartungen lag, während das operative Ergebnis seine Prognosen unterschritt. Zudem sieht er in der momentanen Aktienbewertung, trotz des Wachstums, Potenzial für Gewinnmitnahmen, bedingt durch die europäische Konsumzurückhaltung. Kleibauer ergänzte, dass das Unternehmen trotz makroökonomischer Unsicherheiten langfristig gut positioniert ist, was seine attraktive Bewertung untermauert, eine Einschätzung, die er mit dem Baader-Experten Volker Bosse teilt.

