Hohe Rindfleischpreise trotzen dem ungebrochenen Appetit der Amerikaner
Die Rindfleischpreise in den USA haben im vergangenen Jahr um 13,9 % zugelegt, und dennoch bleibt die Nachfrage ungebrochen hoch. Dies lässt sich durch eine beständige Nachfrage und ein begrenztes Angebot erklären, da der Rinderbestand seinen niedrigsten Stand seit 75 Jahren erreicht hat. Regierungsdaten zeigen, dass die Preise zwischen Juli und August um 2,7 % gestiegen sind. Seit August 2024 haben sich die Preise für rohes Hackfleisch um 12,8 % und für rohe Rindsteaks um 16,6 % erhöht, was einen Durchschnittspreis von 12,22 Dollar pro Pfund bedeutet.
Mario Ortez, Professor für Agribusiness und Unternehmertum an der Virginia Tech, betont die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Verbraucher gegenüber den hohen Preisen. Der Boom proteinreicher Ernährung unterstützt diese Entwicklung, während Verbraucher zunehmend hochwertige Fleischprodukte vorziehen. Brian Earnest, führender Ökonom für tierische Proteine bei CoBank, hebt die kontinuierlich hohe Nachfrage als Haupttreiber der Rekordpreise hervor.
Trotz des begrenzten Angebots streben Rancher an, aus den hohen Preisen Kapital zu schlagen. Dürreperioden und hohe Zinsen erschweren jedoch die Aufstockung der Herden.
Die USA, obwohl größter Produzent, sind auf Importe angewiesen, besonders aus Ländern wie Brasilien. Handelshemmnisse und Zölle, insbesondere für Brasilien, könnten jedoch die Importe einschränken und Preise weiter in die Höhe treiben. Derzeitige Engpässe werden wahrscheinlich bestehen bleiben, da der Wiederaufbau der Herden Zeit benötigt. Experten erwarten, dass die hohen Preise zumindest kurzfristig anhalten werden.

