Hoffnungsvolle Gespräche für ein Ende des Konflikts im Nahen Osten
Inmitten anhaltender Spannungen durch russische Luftangriffe auf die Ukraine treffen sich Unterhändler aus Kiew und Moskau erneut in Abu Dhabi, um eine mögliche Befriedung des Konflikts zu ermessen. Diese Gespräche, die von den USA vermittelt werden, zeigen den Wunsch, trotz der Herausforderungen einen diplomatischen Ausweg zu finden. Allerdings brachte die ukrainische Regierung Kritik an der russischen Seite vor, da diese angeblich eine von den USA ausgehandelte Waffenruhe verletzt habe. US-Präsident Donald Trump hingegen steht fest zu seiner Aussage, dass keine Vertragsverletzung seitens des Kremls vorliege.
Das zweite Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate folgt auf eine trilaterale Gesprächsrunde im Januar. Aufgrund von Verzögerungen wurde ein weiterer Termin auf diesen Zeitpunkt verschoben. Die Delegation aus Moskau befindet sich bereits vor Ort, laut Berichten der russischen Nachrichtenagentur Tass. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Kremlchef Wladimir Putin scharf für die fortgeführten Angriffe auf sein Land und signalisierte eine Anpassung der diplomatischen Taktik, ohne dabei ins Detail zu gehen.
In der jüngsten Angriffswelle fanden Millionen in Kiew und anderen Städten der Ukraine in kalter, unversorgter Nacht Obdach, da die Reparaturarbeiten an der beschädigten Infrastruktur verzögert wurden. Selenskyj forderte eine starke Reaktion aus den Vereinigten Staaten, da Moskau die Waffenruhe verletzt habe, die auf eine Bitte von Trump zurückzuführen ist. Der Vorstoß der USA war es, in der eiskalten Jahreszeit die Angriffe zu pausieren. Doch Russland übersah dies, so Selenskyj, mit großem Raketenbeschuss.
Trotz widriger Umstände setzt die Ukraine die Gespräche fort, da ihre Sicherheitsgarantien stark von Washingtons Unterstützung abhängen. Moskau rechtfertigte die eigene Offensive als Reaktion auf ukrainische Maßnahmen. Trump betonte derweil öffentlich, dass Putin keine Abmachung gebrochen habe, da für eine Woche keine Angriffe durchgeführt worden seien - auch wenn kein Startzeitpunkt für diese Waffenruhe festgelegt wurde. Führend in Abu Dhabi ist für die Ukrainische Seite der Sicherheitsratssekretär Rustem Umjerow. Die Zusammensetzung der russischen Delegation verbleibt unverändert.
Diese Gespräche werden weitgehend geheim gehalten und dienen möglicherweise einem weiteren Gefangenenaustausch. Das Weiße Haus bestätigte, dass sowohl Trumps Sondergesandter Steve Witkoff als auch Jared Kushner teilnehmen würden. In einem parallelen Vorfall verursachte ein russischer Drohnenangriff in Saporischschja Opfer unter den Zivilisten. Währenddessen erlitt die russische Stadt Belgorod durch ukrainisches Bombardement einen großflächigen Stromausfall. Angesichts der Angriffe sieht das Deutsche Rote Kreuz in Kiew zunehmend lebensbedrohliche Zustände entstehen und erhöht seine Hilfe.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte besuchte Kiew und verwies auf die Auswirkungen der Zerstörung, die von russischen Kräften verursacht worden sei. Macron hat indessen angekündigt, dass die Europäer ebenfalls den Dialog mit Moskau wieder aufnehmen wollen, um eines Tages einen Frieden mitzutragen.

