Hoffnungsschimmer am Anleihemarkt: Deutsche Staatsanleihen legen zu

Die deutschen Staatsanleihen konnten durch einen leichten Anstieg an den Finanzmärkten glänzen, als der Euro-Bund-Future um 0,16 Prozent auf 128,00 Punkte kletterte. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen sanken dabei auf 2,86 Prozent. Einen ähnlichen Trend verzeichneten auch die Renditen in anderen Ländern der Eurozone.
Gestützt wurde dieser positive Trend von der nachlassenden Inflation. Im Januar sank die Inflationsrate in der Eurozone auf 1,7 Prozent ab, während sie im Dezember noch bei 2,0 Prozent lag. Diese Entwicklung war zwar erwartet worden, ließ die Märkte jedoch weitgehend unbeeindruckt.
Weiterhin hält die Europäische Zentralbank (EZB) am Leitzins fest, ohne aktuelle Änderungen in Aussicht zu stellen. Auch für den kommenden Donnerstag wird keine Überraschung erwartet. Dennoch gibt es wachsende Stimmen, die Zweifel an der zukünftigen Zinsstrategie der EZB hegen. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, prognostiziert, dass der Ruf nach einer Zinssenkung lauter werden könnte. Der Rückgang der Inflationsrate unter das EZB-Ziel von zwei Prozent und die steigenden Euro-Notierungen könnten die EZB zum Umdenken bewegen. Eine aus seiner Sicht mögliche Reaktion könnte eine leichte Öffnung der Tür für Zinssenkungen durch Präsidentin Lagarde sein.

