Hoffnung auf Deeskalation im transatlantischen Zollstreit
In Washington nehmen Vertreter der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten einen neuen Anlauf, um im andauernden Zollstreit eine friedliche Einigung zu erzielen. Anlass der Gespräche ist der drohende Erlass weiterer US-amerikanischer Zölle ab dem 9. Juli, die Präsident Donald Trump durchsetzen will, sofern sich die EU nicht kompromissbereit zeigt. Trump rechtfertigt seinen harten Kurs mit dem Ziel der Korrektur vermeintlicher Handelsungleichgewichte zwischen den Partnern.
Auf Seiten der EU sitzen unter anderem der Handelskommissar Maros Sefcovic und Björn Seibert, Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, am Verhandlungstisch. Als Vertreter der USA wird der Handelsbeauftragte Jamieson Greer erwartet. Die EU hatte wiederholt signalisiert, Gegenzölle zu erheben, sollte kein tragfähiger Kompromiss erreicht werden.
Ein Deal könnte, so wird gehofft, vorsehen, dass die USA den jüngst eingeführten Basiszoll beibehalten dürfen, jedoch mit spezifischen Regelungen für die betroffenen Branchen wie die Auto- und die Stahlindustrie. Trump hat bereits hohe Extrazölle auf die Einfuhr bestimmter Waren, darunter Autos und Aluminium, eingeführt. Ob jedoch ein Durchbruch in den Verhandlungen erreicht werden kann, bleibt bis auf Weiteres ungewiss.

