Iran in Aufruhr: Polizei warnt vor bewaffneten Aufständen

Im Iran nehmen die Proteste gegen die Staatsführung eine besorgniserregende Wendung, da die Polizei nun vor möglichen "bewaffneten Aufständen" warnt. Diese deutliche Mitteilung lässt auf eine bevorstehende Verschärfung der Maßnahmen gegen die Demonstranten schließen. Die Sicherheitskräfte argumentieren, dass die Proteste zunehmend gewaltsam würden, und erklärten ihre Entschlossenheit, die Ordnung im Land zu wahren.
Angetrieben von einer anhaltenden Wirtschaftskrise und extremer Inflation gehen die Proteste schon seit einer Woche unvermindert weiter. Die iranische Regierung informiert nur spärlich über das Geschehen, dennoch ist bekannt, dass es mindestens zehn Todesopfer und 30 Festnahmen gab. Aktivisten vermuten, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher sind und dass die Protestbewegung das gesamte Land erfasst hat.
Die staatsnahe Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtet von landesweiten Angriffen auf öffentliche Einrichtungen. Diese Angriffe würden von ausländischen Söldnern ausgehen, die mit Monarchisten sympathisierten. Der im Exil lebende Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, hatte zuvor zu Protesten aufgerufen, sein Einfluss scheint jedoch unklar.
Präsident Massud Peseschkian zeigte anfänglich Verständnis für die Proteste und deutete Kompromissbereitschaft an. Doch nach weiteren Eskalationen forderte er im Namen der nationalen Solidarität ein Ende der Unruhen und versprach gleichzeitig Reformen.

