Höhere Standards statt Lockerungen: Lagardes Vision der Bankenregulierung
In einer klaren Stellungnahme hat die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, ihre Haltung gegen eine Lockerung der Bankenregulierungsstandards bekräftigt. Die Erfordernis einer Evaluierung der nach der Finanzkrise eingeführten Regelungen ist unverkennbar, doch warnt Lagarde dabei vor einer Reduktion der gültigen Standards. Vielmehr plädiert sie für eine Erhöhung der Anforderungen an Unternehmen, die bankähnliche Dienste ohne entsprechende Lizenz anbieten. Dieser Schritt würde nicht nur die Wettbewerbsbedingungen zwischen traditionellen Banken und den sogenannten 'Nichtbanken' angleichen, sondern auch die finanzielle Stabilität fördern.
Lagarde betonte, dass eine strengere Überwachung dieser Finanzunternehmen unverzichtbar sei, um systemische Risiken zu minimieren. Unterdessen sind sowohl in den USA als auch im Vereinigten Königreich bereits Anpassungen der bestehenden Bankenregulierung im Gange. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Frage nach fairen und robusten Regelwerken auch in der EU auf der Agenda steht, um heimische Banken vor Wettbewerbsnachteilen zu schützen.

