Hochspannung im Handelskrieg: China kritisiert indirekt USA und lockert Exportrestriktionen
Im andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China bleibt die Stimmung angespannt. Vor einem internationalen Publikum auf der Lieferketten-Messe in Peking äußerte Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng indirekte Kritik an den Vereinigten Staaten, ohne diese namentlich zu erwähnen. Er prangerte an, dass einige Nationen den Markt durch Schutzmaßnahmen stören, um ihre eigene Industrie zu fördern, und bezeichnete dies als 'künstliche Politisierung und Ideologisierung' von Handelsfragen. Gleichzeitig warnte er vor den unweigerlichen Verlierern eines Zollkriegs.
Die Lieferketten-Problematik erhielt neue Brisanz, als China kürzlich den Export seltener Erden einschränkte, während die USA weitreichende Zollmaßnahmen ankündigten. Diese Schritte ließen internationale Unternehmen, insbesondere in Deutschland, besorgt um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen zurück. Doch jüngste Entwicklungen wecken vorsichtigen Optimismus: Das Verhältnis zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten scheint sich zu entspannen, nachdem man sich auf die Lockerung gegenseitiger Handelsbeschränkungen einigte.
Dieser diplomatische Tauwetter-Trend beflügelt auch Unternehmen wie Nvidia. Der CEO des führenden US-Chipherstellers, Jensen Huang, verkündete in Peking, dass Nvidia von den US-Behörden die Genehmigung zur Lieferung eines speziell für China entwickelten KI-Chips erhalten werde. Huang hob hervor, dass Künstliche Intelligenz in China eine neue industrielle Revolution und Wachstumsmöglichkeiten für die Lieferketten bringe, was einen freundlicheren Wind im Handel mit den USA ankündigen könnte.

