H&M überrascht mit starkem Quartalsergebnis und optimistischen Ausblicken
Der schwedische Modekonzern H&M hat im dritten Geschäftsquartal eindrucksvolle Zahlen vorgelegt und übertrifft damit die Erwartungen. Das Unternehmen konnte von rückläufigen Kosten profitieren, wodurch das operative Ergebnis um 40 Prozent auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen gesteigert wurde. Der Nettogewinn stieg auf 3,2 Milliarden Kronen, im Vergleich zu 2,3 Milliarden Kronen im vorherigen Jahr. Diese positiven Resultate spiegeln die erfolgreiche Fokussierung auf die eigene Marke wider.
Entsprechend verzeichnete die Aktie von H&M einen Anstieg um 12 Prozent beim Handelsstart. Trotz einer stärkeren schwedischen Krone, die die Umsatzzahlen belastete, sanken die Erlöse von 59 auf 57 Milliarden Kronen. Wechselkurseffekte drückten den Umsatz um etwa fünf Prozentpunkte nach unten. Zudem verkleinerte sich das Filialnetz des Unternehmens um vier Prozent. Bereinigt um Wechselkurse konnte H&M dennoch ein Umsatzplus von zwei Prozent erzielen, wobei ein verstärktes Marketing eine Rolle gespielt haben dürfte.
Erfreulich entwickelte sich auch der Lagerbestand, der um neun Prozent reduziert werden konnte. Die aktuelle Herbstkollektion von H&M zeigt sich bisher bei den Kunden beliebt. Für den September erwartet das Unternehmen Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres, welches durch kalte Witterungsbedingungen stark beeinflusst war.
Letzten Monat zeigte bereits Inditex, das spanische Mutterunternehmen von Zara, mit einem erfolgreichen Start in die Herbstsaison auf, dass positive Signale für die Modebranche vorliegen. Inditex profitiert von einer schlanken Lieferkette sowie einem schnelleren Modezyklus und hat dadurch ein deutlich starkes Wachstum vorzuweisen.

