Hitzewelle in Griechenland: Hitze, Wind und Wachsamkeit
Die Menschen in Griechenland erleben derzeit die erste heftige Hitzewelle des Sommers, mit Temperaturen, die vielerorts bis zu 42 Grad erreichen sollen, wie das meteorologische Amt mitteilte. Bereits am frühen Freitagmorgen wurden stellenweise 36 Grad gemessen, und mit der vorherrschenden Trockenheit steigt die Brandgefahr in vielen Landesteilen erheblich.
Aufatmen können hingegen die touristischen Inseln der südlichen Ägäis sowie Kreta. Dank der kühlenden Meeresbrise liegen dort die Temperaturen etwa sechs Grad unter denen des Festlands, wie das Wetteramt berichtet. Doch trotz dieser Hitze wagen sich Touristen in Athen auf die Akropolis und stehen schon am Vormittag in langen Warteschlangen, ausgestattet mit Hüten und Wasserflaschen, wie eine australische Urlauberin im griechischen Fernsehen erzählte.
Besonders in Athen und anderen Städten bleiben die nächtlichen Temperaturen über 30 Grad, was Ärzte als gesundheitlich bedenklich einordnen. Die hohe Temperatur stört den Schlaf und belastet den Körper. Die griechischen Medien empfehlen daher besonders älteren und kranken Menschen schattige und klimatisierte Orte aufzusuchen und auf alkoholische Getränke zu verzichten.
Die Feuerwehr steht mit allen verfügbaren Kräften bereit, um Brände unter Kontrolle zu halten, wie das erfolgreiche Löschen eines Brandes nahe Athen bewies, der durch ein defektes Kabel der Stromgesellschaft ausgebrochen war. Zivilschutzminister Giannis Kefalogiannis warnte, dass durch erwartete starke Winde selbst kleinste Brandherde zu Großbränden anwachsen könnten, weshalb über 28.000 Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft sind.

