Historische Leica-Kamera erzielt bei Auktion beeindruckenden Millionenbetrag
Ein seltenes Exemplar der legendären Kleinbildkamera Leica I hat bei einer Versteigerung des Auktionshauses Leitz Photographica Auction erneut für Aufsehen gesorgt. Die wertvolle Kamera aus der 0-Serie, mit der Seriennummer 112, wechselte für bemerkenswerte 7,2 Millionen Euro den Besitzer und sicherte sich damit den Titel der zweitteuersten Kamera aller Zeiten. Der glückliche Gewinner bleibt jedoch unbekannt, genauso wie der vorherige Eigentümer.
Die Auktion übertraf alle Erwartungen, denn der geschätzte Wert der Kamera lag zuvor bei 1,5 bis 2 Millionen Euro, und der Startpreis begann bei 800.000 Euro. Das bisher teuerste Modell, ebenfalls eine Kamera der 0-Serie mit der Nummer 105, erzielte im vergangenen Jahr 14,4 Millionen Euro. Nur 22 Stück dieser Serie wurden im Jahr 1923 produziert, wovon lediglich bei der Hälfte der Verbleib bekannt ist.
Der historische Verkauf fand im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Leica Camera AG statt. Anlässlich der Präsentation der ersten seriengefertigten Kleinbildkamera vor 100 Jahren, bei der Frühjahrsmesse in Leipzig, ließ das Unternehmen das Erbe der Marke hochleben.
Im vergangenen Geschäftsjahr 2024/25 verbuchte Leica einen Umsatzrekord von nahezu 600 Millionen Euro. Zudem plant die Firma, innovativ wie eh und je, demnächst ein Smartphone mit Leica-Optik in Europa einzuführen. Zahlreiche Ausstellungen und weitere Veranstaltungen begleiten das festliche Jubiläum.

