Hightech-Börse im Aufwind: Kontron-Aktie nähert sich Rekordmarke
Die Aktien des österreichischen Technologieunternehmens Kontron entfachten am Dienstag Begeisterung, als sie nach der Ankündigung eines signifikanten Unternehmensverkaufs ihrem bisherigen Rekordhoch erstaunlich nahe kamen. Nach der Eröffnung des Börsenhandels kletterten die Kontron-Papiere sprunghaft auf bis zu 25,72 Euro. Diese positive Bewegung fand in einem insgesamt leicht rückläufigen Marktumfeld statt, in dem die Aktien zuletzt mit einem kleinen Kursgewinn von 0,7 Prozent bei 25,18 Euro schlossen. Seit Jahresbeginn konnte Kontron beeindruckende Kurssteigerungen von nahezu 30 Prozent erzielen.
Hintergrund dieser Bewegung ist der mehrheitliche Verkauf des Modulgschäfts Jumptec an Congatec, ein Schritt, der bereits im Juni kommuniziert wurde. Im Detail wird berichtet, dass Congatec durch eine Kapitalerhöhung 96 Prozent der Anteile erwirbt. Beide Firmen hatten bereits im Mai eine Kooperationsvereinbarung bekanntgegeben und Gespräche über Congatecs Kapitalbeteiligung an Jumptec aufgenommen. Kontron rechnet infolge dieser strategischen Umstrukturierung mit einem signifikanten Anstieg des EBITDA im zweiten Quartal und stellte daher eine Anpassung der Jahresziele in Aussicht. Zudem sicherte sich Kontron im Falle eines Congatec-Ausstiegs von der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) zusätzlich einen erfolgsabhängigen Erlös.
Analysten äußerten sich überwiegend positiv zu dieser Entwicklung. Malte Schaumann von Warburg hob im Juni hervor, dass Kontron durch die Dekonsolidierung eines weniger rentablen Segments und durch die attraktive Bewertung des Deals profitiere. Kontron solle hierbei mehr als 100 Millionen Euro zufließen. Diese Sichtweise wird von Alexander Zienkowicz von MWB Research geteilt, der auf die Übereinstimmung der Transaktion mit der Desinvestitionsstrategie von Kontron hinwies, die auf eine höhere Rentabilität und eine effizientere Kapitalnutzung abzielt.

